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Sport
08/05/2012

Soriano kommt in Fahrt, Salzburg weiter makellos

Salzburg marschiert in der Fußball-Bundesliga weiter mit weißer Weste voran.

Der Meister, der keiner internationalen Ablenkung mehr ausgesetzt ist, feierte am Samstag einen 2:0-Auswärtserfolg gegen Aufsteiger WAC und durfte sich nicht zuletzt beim spanischen Sturmimport Jonathan Soriano bedanken, der mit seinem dritten Liga-Doppelpack maßgeblichen Anteil am 9. Sieg der "Bullen" in Folge hatte.

Der ehemalige Kicker von FC Barcelonas B-Team ist endgültig in der Liga angekommen. Nach einem recht unauffälligen ersten halben Jahr in Österreich scheint Soriano nun sein Versprechen einzulösen, das er 2010/11 als Torschützenkönig (32 Treffer) der spanischen Segunda Division abgab. Mit Ausnahme des Cups (nicht im Einsatz) und der CL-Qualifikation gegen Düdelingen (im Hinspiel eingewechselt) traf Soriano in jeder der drei Ligapartien zumindest einmal, zweimal davon im Doppelpack.

"Ich habe gut trainiert und bekomme vom Trainer sehr viel Vertrauen", erklärte der 26-Jährige, der schon im vergangenen Sommer im Visier der Salzburger gewesen war, aber schließlich erst im Winter geholt wurde. In der laufenden Saison stand Soriano dreimal über die volle Spielzeit am Platz und traf gegen Sturm und den WAC doppelt, gegen Mattersburg immerhin einmal. "Auch wenn beim heutigen Sieg nicht alles perfekt gepasst hat und wir noch so manches verbessern müssen, haben wir doch verdient gewonnen", erklärte er.

Für Trainer Roger Schmidt war das Duell mit dem in der ersten halben Stunde gefährlicheren Aufsteiger "knallharte Arbeit", Verteidiger Martin Hinteregger führte die größere Erfahrung ins Treffen: "Drei Spiele, drei Siege. Das ist unser Anspruch. Heute hat auch die größere Routine den Ausschlag gegeben." Die Zahlen jedenfalls nehmen sich gut aus: Salzburg ist seit 17 Runden ungeschlagen, fünf Partien fehlen noch auf den Rekord aus der Saison 2009/10. Im Zeichen des Bullen ist man zudem noch nie mit drei Siegen in die Meisterschaft gestartet.

Salzburgs Vorgänger als Meister, Sturm Graz, hat hingegen ordentlich zu kämpfen, steht nach drei Partien erst mit drei Punkten da. In Mattersburg hatte man zwar lange Zeit das Übergewicht und führte durch den ersten Bundesligatreffer von Richard Sukuta-Pasu mit 1:0, ging schließlich aber noch durch Tore von Ilco Naumoski (48., 87.) und Florin Lovin (89.) k.o. Trainer Peter Hyballa war trotz einer "sehr positiven ersten Hälfte" nach einer vermeidbaren Niederlage enttäuscht: "Nach dem Ausgleich hat uns der Mut gefehlt. Da ist uns nichts zwingendes mehr gelungen."

Auch Stürmer Darko Bodul ärgerte sich: "Es ist schade, so zu verlieren. Ich kann es mir nicht erklären", meinte der 23-Jährige. "Vielleicht waren wir zu überheblich. Mattersburg hatte keine Torchancen, aber sie waren viel aggressiver als wir. Ich weiß nicht, was in der zweiten Hälfte los war." Und Manuel Weber ortete mangelndes Selbstvertrauen: "Es ist mehr Mut von uns gefordert."

Aufseiten der Mattersburger herrschte nach dem besten Saisonstart seit 2007/08 (damals 7, nun 6 Zähler nach drei Partien) hingegen Genugtuung. "Wir waren die bessere Mannschaft, vor allem nach dem 1:1", erklärte Mittelfeldmann Michael Mörz, Trainer Franz Lederer zeigte sich hochzufrieden: "Wir haben jetzt sechs Punkte, so einen Start hatten wir schon lange nicht mehr."

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