Smokin' Joe: Stationen einer großen Karriere

Joe Fraziers Duelle mit Muhammad Ali hielten die Welt in Atem. Nun ist der Boxer im Alter von 67 Jahren verstorben.

Abschied von einer Legende des Boxsports: Smokin' Joe Frazier, geboren am 22. Januar 1944 in Beaufort, South Carolina, ist tot. Am 7. November 2011 erliegt er einem Krebsleiden. Er stirbt in Philadelphia, der Stadt, in der seine Karriere begann. Den größten Erfolg als Amateur feiert Frazier im Kampf um Gold bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio. Der Amerikaner schlägt den Deutschen Hans Huber trotz einer Verletzung an der linken Hand. Es ist der Auftakt zu Fraziers Profi-Laufbahn. Ab 1966 wird Frazier von Eddie Futch (li., neben Frazier) trainert. Er formt Smokin' Joe zu einem Weltmeister ... ... der die von der New York State Athletic Commission und der World Boxing Association vergebenen Titel mit dem Sieg gegen Jimmy Ellis am 16. Februar 1970 vereint. Im selben Jahr endet auch die, auf seine Wehrdienstverweigerung zurückzuführende, Sperre Muhammad Alis. Die Welt wartet gespannt auf das erste Aufeinandertreffen der Box-Schwergewichte ... ... das schließlich am am 8. März 1971 im New Yorker  Madison Square Garden über die Bühne geht. Fraziers berühmt-berüchtigter linker Haken ... ... schickt Ali in der 15. Runde schließlich zu Boden. Frazier siegt danach einstimmig nach Punkten und fügt Ali somit dessen erste Niederlage zu. 1973 verliert Frazier den WM-Titel an George Foreman (re., neben Frazier), der ihn wiederum 1974 an Ali abgeben muss. Zu diesem Zeitpunkt steht es, nach einem Triumph Alis 1974, im Duell zwischen Frazier und der Allzeitlegende bereits Unentschieden. Im legendären "Thrilla in Manila", ... ... behauptet Ali am 1. Oktober 1975 seinen Weltmeistertitel gegen Frazier. Es ist der letzte Kampf zwischen Ali und Frazier. Smokin' Joe zieht sich 1976 aus dem Boxsport zurück und beendet fünf Jahre später, nach einem missglückten Comeback, endgültig seine Karriere. Obwohl Ali seinen Kontrahenten als "Gorilla" beschimpft und ihn wegen mangelnden Engagements in der Bürgerrechtsbewegung kritisiert hat, zeigen sich The Greatest und Smokin' Joe nach dem Ende ihrer sportlichen Laufbahnen versöhnlich ... ... und sind sogar zum gemeinsamen Posieren zu bewegen, wie hier bei den ESPY Awards im Juli 2002. Die Rivalität der beiden ist gegenseitigem Respekt gewichen, selbst wenn ihre Töchter Jackie Frazier-Lyde (li.) und Laila Ali (re.) gegeneinander antreten. Frazier, hier mit Boxpromoter Don King ... ... und Schwergewichtsweltmeister Evander Holyfield ... ... hat weit mehr erreicht, als an Muhammad Alis Legende zu kratzen. Mit ihm verliert der Boxsport einen ganz Großen.

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(apa, KURIER.at / lev) Erstellt am
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