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Sport
07/31/2012

Skeet-Bronze für Ex-Dakar-Rallye-Sieger Al-Attiya

Der Vincent Hancock (USA) hat den Olympia-Bewerb der Skeet-Schützen gewonnen.

Der Vincent Hancock (USA) hat den Olympia-Bewerb der Skeet-Schützen gewonnen. Der Olympiasieger von Peking schoss im Vorkampf olympischen Rekord mit 123 Scheiben und stellte nach dem Endkampf ebenfalls einen olympischen Final-Rekord von 148 Scheiben auf. Zweiter wurde der Däne Anders Golding. Die größte Aufmerksamkeit gehörte aber Ex-Rallye-Dakar-Sieger Nasser Al-Attiya, der Bronze holte.

Der Mann aus Katar setzte sich im Stechen um Platz drei mit 6:5 gegen den Russen Waleri Schomin durch. Der Araber bewies damit einmal mehr eiserne Nerven und ein gutes Auge, wie schon vor eineinhalb Jahren, als Al-Attiya die Dakar-Rallye in Südamerika gewann. Mit Olympia-Bronze als Sportschütze hat der 41-Jährige nun für eine außergewöhnliche Sport-Premiere gesorgt.

Das Schießen erlernte Al-Attiya vom Vater. Tagtäglich steht er am Vormittag fünf Stunden auf dem Schießplatz, am Nachmittag geht er meistens schwimmen oder laufen. Bei den Sommerspielen 1996 in Atlanta begann seine olympische Karriere: Platz 15. Diesen Rang belegte er auch 2008 in Peking. In Sydney schaute 2000 Platz sechs heraus. 2004 hatte er bei den Olympischen Spielen in Athen Bronze im Skeet als Vierter nur knapp verpasst - diesmal machte er es besser.

Zu Beginn des Olympia-Jahres 2012 musste Al-Attiya erstmals Prioritäten bei der "Wahl" der Sportarten setzen. "Wenn ich geführt hätte bei der Dakar-Rallye, hätte ich mich nicht zurückgezogen", sagte der "Motorsport-Schütze" und betonte: "Manchmal muss man etwas verlieren, um eine andere Sache zu gewinnen. Es war mein einziger Weg, um an Olympia teilzunehmen." Er musste die Rallye nach der neunten Etappe aufgeben. Dafür sicherte er sich bei den Asien-Meisterschaften in Doha das Skeet-Ticket.

Mit dem Motorsport begann er 1989. Seit 2004 nimmt er an der Rallye-WM teil. 2006 gewann er die Produktionswagenklasse (PWRC) und siegte in Argentinien sowie in Griechenland in seiner Klasse. An der Rallye Dakar nimmt er seit 2007 teil. 2009 erfolgte der Wechsel in das Volkswagen Motorsport Team. 2010 wurde er Zweiter, mit nur 2:12 Minuten Rückstand auf Carlos Sainz, bevor er ein Jahr später als Sieger aus dem Auto stieg.

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