Skandal um London-Sicherheit wirft Fragen auf

Zwei Soldaten bewachen den Eingang zu den Olympischen Spielen 2012 in London.
Die britische Regierung soll vom Problem mit fehlenden Sicherheitskräften länger gewusst haben als angenommen.

Wenige Tage vor dem Start der Olympischen Sommerspiele in London (27. Juli bis 12. August) rückt die britische Regierung im Skandal um fehlende Sicherheitskräfte weiter in die Kritik. So sollen sich hohe Beamte des Innenministeriums seit drei Wochen täglich mit Vertretern der privaten Sicherheitsfirma G4S und des Organisationskomitees getroffen haben, berichtete der Sender BBC.

Innenministerin Theresa May hatte dagegen vergangene Woche erklärt, man habe erst vor wenigen Tagen erfahren, dass G4S nicht genug Sicherheitsleute für die Spiele zur Verfügung stellen könne. Daraufhin wurden 3.500 weitere Soldaten für Olympia abgestellt, insgesamt sichern jetzt 17.000 das größte Sportereignis der Welt.

"Probleme gelöst"

Die Zeitung Independent on Sunday berichtete, dass das Innenministerium sogar bereits im September 2011 von Problemen bei G4S erfahren habe. Das Ministerium bestätigte die Berichte, erklärte aber, man habe die Probleme gelöst. Im Februar 2012 habe es so ausgesehen, als ob G4S das nötige Personal bekomme. Erst vergangenen Mittwoch sei klar geworden, dass G4S seinen Vertrag nicht erfüllen könne.

Die Firma hatte den Auftrag, 10.000 Sicherheitsleute für die Spiele zu finden. Ursprünglich hatte diese Zahl bei 2.000 gelegen, das Ministerium hatte sie dann aber im Dezember nach der Überprüfung des Sicherheitskonzepts für die Spiele entsprechend erhöht.

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