Sport
10.07.2018

Serena Williams ringt Giorgi im Wimbledon-Viertelfinale nieder

© Bild: APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS / DANIEL LEAL-OLIVAS

Erstmals in diesem Turnier hatte die 36-Jährige Mühe und musste über drei Sätze gehen - nun wartet Julia Görges.

Serena Williams hat auf dem Weg zum achten Titelgewinn beim Tennis-Rasen-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon den vorvorletzten Schritt gemacht. Die US-Amerikanerin rang am Dienstag im Viertelfinale die Italienerin Camila Giorgi nach Satzrückstand noch mit 3:6,6:3,6:4 nieder. Die 36-Jährige steht damit im vierten Turnier nach der Rückkehr von ihrer Babypause erstmals wieder in einem Halbfinale.

Gegnerin dort ist die als Nummer 13 gesetzte Deutsche Julia Görges, die sich in drei Sätzen gegen die Niederländerin Kiki Bertens mit 3:6,7:5,6:1 durchsetzte. Williams hat am "Heiligen Rasen" die Chance, als erste Mutter seit der Australierin Evonne Goolagong-Cawley 1980 den Titel zu gewinnen. Bei anderen Grand-Slam-Events hat seit damals nur die Belgierin Kim Clijsters ( US Open 2009 und 2010 sowie Australian Open 2011) dieses Kunststück geschafft. Zudem hat Williams die Möglichkeit, den Allzeit-Rekord von 24 Grand-Slam-Titeln von Margaret Court zu egalisieren.

Mühe mit Giorgi

Williams musste gegen Giorgi, die ihr erstes Major-Viertelfinale bestritt, härter kämpfen als erwartet, wurde erstmals im Turnierverlauf richtig gefordert. Am Ende gab je ein Break pro Satz den Ausschlag. Die auf Position 181 der Weltrangliste abgerutschte Williams hatte nach 1:43 Stunden das bessere Ende. "Giorgi spielt gegen mich immer auf diesem Niveau, deshalb habe ich gewusst, dass es kein einfaches Match wird", sagte die ehemalige Weltranglistenerste nach ihrem 19. Matchsieg in Wimbledon in Folge. Dem Turnierfinish blickte sie gelassen entgegen. "Es ist erst mein viertes Turnier nach meiner Rückkehr, deshalb verspüre ich keinen Druck, dass ich unbedingt gewinnen muss", erläuterte Williams.

Sie steht zum 35. Mal in einem Grand-Slam-Halbfinale, elfmal davon in Wimbledon. Görges hingegen feiert ihre Grand-Slam-Halbfinal-Premiere. Die 29-Jährige sorgte dafür, dass erstmals in der Geschichte des Profitennis seit 1968 zwei deutsche Damen das Wimbledon-Halbfinale erreichten. Ihre Landsfrau Angelique Kerber behielt gegen die Russin Darja Kasatkina nach dem verwandelten siebenten Matchball mit 6:3,7:5 die Oberhand. Die Deutsche steht zum dritten Mal in der Runde der letzten vier und kämpft um ihr zweites Wimbledon-Finale, das sie bisher nur vor zwei Jahren erreicht hat.

Ihre Gegnerin im Kampf um den Finaleinzug ist die Lettin Jelena Ostapenko, die die Slowakin Dominika Cibulkova mit 7:5,6:4 besiegte. Die French-Open-Siegerin von 2017 hat als einzige Spielerin im Turnier noch keinen Satz abgegeben. "Es ist ein großartiges Gefühl, im Semifinale zu stehen", sagte Ostapenko. Der 21-jährigen Ranglistenzwölften gelang Historisches, zog sie doch als erste Lettin ins Wimbledon-Einzel-Halbfinale ein.