Im Lagen-Finale will Lisa Zeiser heute voll angreifen. Dafür hielt sie sich im 200 m Brust Vorlauf zurück.

© APA/EPA/HANNIBAL HANSCHKE

Schwimm-EM
08/21/2014

Zaiser konzentriert sich ganz auf das Lagen-Finale

Die Kärntnerin schwamm sich im 200er-Vorlauf nur locker ein. Die Wasserspringer scheiden früh aus.

In den Donnerstag-Vorläufen der Schwimm-EM auf der Langbahn in Berlin sind alle angetretenen Österreicher hängen geblieben. Lisa Zaiser hätte über 200 m Brust sicher das Zeug zu einem Semifinal-Einzug gehabt, doch sie entschloss sich zu einem nicht zu fordernden Einschwimmen mit langen Zügen für das abendliche Finale über 200 m Lagen (18.18 Uhr, live ORF Sport +).

"Ich hätte aufs Semifinale gehen können, aber wir haben uns entschlossen, dass ich es locker angehe", sagte Zaiser. Wegen des Lagen-Endlaufs wurde zudem die OSV-Teilnahme an der Kraulstaffel über 4 x 200 m gestrichen, noch ein 200er wäre für Zaiser vor dem Endlauf dann doch zu viel gewesen. Außerdem kränkelt Birgit Koschischek derzeit ein wenig. Die Wienerin hat noch am Samstag die Bewerbe über 50 m Brust und Kraul vor sich.

Bei den Herren gab es die persönlichen Bestzeiten drei bis fünf im OSV-Team bei diesen Titelkämpfen. Über 100 m Kraul schafften das Felix Auböck (58.) in 51,22 und Heiko Gigler (70.), der Aufstieg ins Semifinale ist für sie sowieso noch außer Reichweite. Christian Scherübl (53.) blieb in 51,03 um 13/100 über seiner Bestmarke.

Die dritte persönliche Bestzeit ging auf das Konto von Lukas Ambros. Über 800 m Kraul schlug der EM-Debütant in 8:11,71 Minuten an. Damit war der 17-Jährige um 1,12 Sekunden schneller als bei der Jugend-EM. Unmittelbar vor Ambros landete David Brandl in 8:10,66 auf Rang 25.

Out

Der Kampf um einen Spitzenplatz hat am Donnerstag für Wasserspringer Constantin Blaha bereits im 3-m-Vorkampf geendet. Nach Rang acht vom 1-m-Brett landete der Wiener in der Olympia-Disziplin nur auf Rang 17. Die Top 12 kamen weiter. Sein Teamkollege Fabian Brandl wurde unter 27 Aktiven 25. Am Freitag treten sie gemeinsam synchron vom 3-m-Brett an.

Blaha fehlten nach seinen sechs Sprüngen mit 358,15 Punkten 43,95 Zähler auf den Aufstieg. Eigentlich waren es sieben Sprünge, die der 26-Jährige zu absolvieren hatte. Denn bei der ersten Ausführung seines dritten Versuchs gab es keine Bewertung. Die Wertungsrichter hatten irrtümlich noch den Sprung des vorhergehenden Athleten auf ihrem Display, dachten daher, dass Blaha den falschen Sprung gemacht hatte und bewerteten ihn nicht.

Bis die Sache geklärt war, waren rund zehn Minuten vergangen. Erst dann erfuhr "Coco", dass er die zweieinhalb Rückwärtssalto noch einmal machen sollte. Die Konzentration war nicht mehr so da. Eine nicht so optimale Ausführung warf ihn vom siebenten Platz zurück. "So etwas darf nicht passieren, das war nicht mein Fehler", sagte Blaha. "Aber das soll keine Ausrede sein, denn ich habe die Sprünge vier und fünf auch in den Sand gesetzt."

Trainer Aristide Brun hielt seinen Ärger aber nicht zurück: "So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich glaube auch, dass gab es noch nie." Andererseits hatte Blaha die Form für einen Topplatz an diesem Tag nicht. "Die Ansätze waren nicht so gut in den vergangenen Wochen. Mir fehlen einfach ein paar gute Wiederholungen", sprach er die Auszeit wegen eines Magen-Darm-Infekts im EM-Vorfeld an. Auch sei die Saison als gesamte nicht sehr gut verlaufen.

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