Miklauz zum OSV-Präsidenten gewählt
Am Anfang war ein Rücktritt. Zum Beginn des ordentlichen Verbandstags des Österreichischen Schwimmverbandes (OSV) in Wels trat der bisherige Vorstand zunächst zurück – bis auf Vizepräsidentin Birgit Fürnkranz-Maglock.
Sie ließ über ihre Position abstimmen. Das Votum fiel eindeutig aus: Mit 83 von 121 Stimmen wurde sie ihres Amtes enthoben. Damit war der Weg frei für einen neuen Vorstand in einem Verband, der zuletzt hohe Wellen schlug – allerdings vorwiegend außerhalb der Schwimmbecken. Als bekannt wurde, dass es Ungereimtheiten bei der Verwendung öffentlicher Gelder gegeben haben soll, ging es im OSV drunter und drüber. Jeder beschuldigte jeden, der Rechnungshof prüfte, der Staatsanwalt begann zu ermitteln.
Ein Neustart musste her, der nächste eben am Samstag. Doch auch der verlief chaotisch und hitzig in Wels.
Gewählt wurde dennoch, und zwar der Wiener Stefan Miklauz zum neuen Präsidenten. Der 34-Jährige erhielt 103 von 121 Stimmen, lediglich 16 entfielen auf Gegenkandidat Thomas Krankl vom Jukic-Klub Austria Wien. Als Vizepräsidenten des neuen starken Mannes im OSV fungieren der ehemalige Olympia-Teilnehmer Stefan Opatril, der ehemalige Langstrecken-Schwimmer Peter Rothbauer sowie Ex-Wasserballer Gerd Lang.
Den Vorstand vervollständigen die Fachwarte, deren Wahl Miklauz den einzelnen Sparten aber selbst überlässt. Die Funktionsperiode läuft bis 2018.
Kommentare