© Copyright 2012, Austria Presse Agentur, Wien, Österreich, alle Rechte vorbehalten

Sport
08/05/2012

Schrott hofft auf Halbfinal-Qualifikation

Mit dem Lesen von Harry Potter als Zeitvertreib statt dem Studium der Medizinbücher lässt es sich entspannter in das Olympia-Debüt gehen.

Dass Kopfarbeit jedoch nicht unbedingt schadet, bewies Hürdensprinterin Beate Schrott, als sie trotz Lernstress EM-Vierte in Helsinki geworden war. Bei den Sommerspielen in London hofft die ÖLV-Rekordlerin auf die Halbfinal-Qualifikation.

Nach einem gutem Abschlusstraining blickt Schrott zuversichtlich auf ihr Olympiadebüt (ab 11.05 Uhr MESZ). Sehr wichtig war für sie auch der Besuch am Freitagabend im Stadion. "Das war ein tolles Erlebnis. Ich bin froh, dass ich nun schon einmal drinnen war. So viele Leute, da wirst du fast erschlagen, ein Wahnsinn!", sagte die 24-jährige Niederösterreicherin in Anbetracht einer 80.000 Köpfe starken, tobenden Menge.

Am 17. Juli hat Schrott in Luzern den von ihr gehaltenen österreichischen Rekord auf 12,82 Sekunden gedrückt. "Da war ich natürlich schon sehr zufrieden", sagte die Athletin der Union St. Pölten, die sich in einem Trainingslager mit der Gruppe von US-Coach Rana Reider in Salzburg vorbereitet hat.

In London bewegte sie sich an den zwei Tagen vor ihrem Vorlauf auf Sparflamme. "Ich habe gemerkt, wenn man zu viel anschaut, wird man müde. Normalerweise gehe ich zum Frühstücken vom Schlafzimmer in die Küche. Im Athletendorf sind die Wege hingegen weit, das darf man nicht unterschätzen. Und du gehst ja ein paar Mal in den Speisesaal. Meine übrigen Kräfte kann ich nach dem Wettkampf auch noch verschießen."

Noch nicht fest stand Sonntagmittag, ob es zwei oder drei Halbfinali geben wird, also ob 16 oder 24 aus den Vorläufen in die nächste Runde aufsteigen. "Drei Semifinali wären leichter zu erreichen als zwei, aber wurscht, wie es kommt, ich gebe mein Bestes. Es wird aber sehr schwierig werden", weiß Schrott.

Sollte der am Sonntag auf London niederprasselnde Regen auch am Montag anhalten, darf sich Gerhard Mayer freuen (Qualifikation ab 11.00 Uhr MESZ). In Helsinki schleuderte er die Scheibe im ärgsten Wolkenbruch auf 62,85 m, überraschte damit auch die Konkurrenz und wurde Achter. "Da haben die anderen auch geschaut. Das ist auch mein Plan für London: egal, wie es wird: möglichst weit werfen."

Statt "zwei knackigen Trainings" hat der Athlet von Gregor Högler zuletzt nur noch "ein knackiges Training" am Tag gemacht. Anders als bei der EM in Finnland, als nach dem Superwurf keine Steigerung mehr drinnen war, will er in London in allen Versuchen das Optimum herausholen. "In Helsinki ist der Druck nach dem ersten Versuch abgefallen, da hatte ich erreicht, was ich wollte. Aber ich bin eher der, der hinten raus noch einen großen Wurf hat, als der, der es gleich beim ersten hinlegt."

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.