Robert von Weizsäcker (mi) zwischen den russischen Ex-Weltmeistern Garri Kasparow (li.) und Anatoli Karpow (re.).

© APA/CHRSITINE CORNELIUS

Schach
11/25/2013

Kritik an Carlsen: Blut- und seelenlos

Robert von Weizsäcker, deutscher Schach-Ehrenpräsident, ist vom neuen Weltmeister nicht begeistert.

Der neue Weltmeister Magnus Carlsen ist aus Sicht des deutschen Schach-Ehrenpräsidenten Robert von Weizsäcker vom reinen Schachverständnis her nicht der beste Spieler. Darin sei ihm etwa der russische Ex-Titelträger Wladimir Kramnik überlegen, sagte von Weizsäcker, Sohn des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, am Sonntagabend im Deutschlandfunk.

Carlsen hat gewonnen, weil er der bessere Sportler und nicht der bessere Schachspieler ist. Carlsen spielt und spielt und zwingt den anderen, der über 20 Jahre älter ist, in die vierte und fünfte Stunde. Die Stellung ist im Grunde remis. Aber er spielt immer weiter und sitzt Anand aus“, meinte der Ehrenpräsident des Deutschen Schachbundes und äußerte sich nach dem Sieg des Norwegers über den bisherigen Weltmeister Viswanathan Anand aus Indien wenig begeistert: „Ich kenne keine Weltmeisterschaft, die ich so enttäuschend fand, wie die, die gerade stattgefunden hat.“

Die Strategie von Sieger Carlsen empfand von Weizsäcker als nicht überzeugend. „Denn er hat ihn nicht überspielt, sondern einfach keine Fehler gemacht, abgewartet und dann zugeschlagen.“ Das Spiel des 22-Jährigen beurteilte er als sehr computerähnlich, blutlos und seelenlos. „Es würde mich interessieren, wie er gegen einen Schachcomputer abschneidet“, sagte von Weizsäcker.

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