Sport
01/13/2012

Russische Justiz ermittelt wegen Sotschi-Baupfusch

Zwei Jahre vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi hat die russische Justiz wegen schleppender Bauarbeiten Ermittlungen gegen Unternehmen und Stadionplaner aufgenommen.

Die Beh├Ârden w├╝rden damit auf scharfe Kritik von Kremlchef Dmitri Medwedew reagieren, sagte Generalstaatsanwalt Juri Tschaika am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.

Medwedew hatte bei einem Kontrollbesuch am Schwarzen Meer vor kurzem eine mangelhafte Organisation der Arbeiten ger├╝gt. Einen russischen Zeitungsbericht, wonach zahlreiche Sportst├Ątten nicht rechtzeitig fertig w├╝rden, wiesen die Olympia-Planer zur├╝ck.

Fast 80 der etwa 400 zu bauenden Objekte f├╝r Sotschi 2014 h├Ątten mittlerweile eine so gro├če Versp├Ątung, dass einige nicht rechtzeitig fertig w├╝rden, berichtete die Zeitung "Wedomosti" am Freitag. "Das stimmt nicht", sagte dagegen ein Sprecher von Vize-Regierungschef Dmitri Kosak, der f├╝r die Olympia-Planung verantwortlich ist. "Zur Zeit sehen wir keine Risiken." Die Gesamtkosten f├╝r die Spiele in Sotschi werden auf mehr als 24 Milliarden Euro gesch├Ątzt. Fast alle Sportst├Ątten sowie die Infrastruktur entstehen neu. Organisationen wie Greenpeace hatten wiederholt schwere Naturzerst├Ârungen durch die Bauarbeiten beklagt.

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