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Sport
12/05/2011

Rugby-WM: Irland überrascht

Die Mannen von der "Grünen Insel" landen in drei Vorrunden-Spielen ebenso viele Siege.

Vor 60.000 Fans nahm das neuseeländische Rugby-Team am vergangenen Samstag in Auckland die erwartete Rache: Mit 37:17 wurden die Franzosen deklassiert und die Schmach von 2007 vergessen gemacht. Damals bedeutete die Niederlage gegen Frankreich das WM-Aus. Der dritte Sieg in Folge hatte für die All Blacks aber nicht nur ideellen Wert. Mit 15 Punkten sicherten sich die Gastgeber als erstes Team einen Platz im Viertelfinale.

Auch Titelverteidiger Südafrika und England (Weltmeister von 2003) wurden ihren Favoritenrollen bisher gerecht und führen nach jeweils drei Siegen ihre Gruppen an. Für die größte WM-Überraschung sorgte bisher Irland, das nach dem 15:6-Erfolg gegen Titelanwärter Australien am Sonntag auch Russland mit 62:12 deklassierte. Damit stehen auch die Iren als Leader der Gruppe C mit eindreiviertel Beinen im Viertelfinale, das am 8. und 9. Oktober stattfindet.

Weniger positiv verlief die WM bislang für Namibia. Mit dem 7:81 gegen Wales und dem letzten Tabellenplatz wird das WM-Erlebnis für die afrikanische Mannschaft wohl nach der Vorrunde zu Ende sein. Die dritte Niederlage in Neuseeland ist für Namibia bereits die 14. WM-Pleite in Folge. Das ist ein neuer Negativrekord.

Protest

Indes überlegt der neuseeländische Rugby-Verband (NZRU) einen Boykott der nächsten Weltmeisterschaft 2015 in England. NZRU-Chef Steve Tew machte die strengen WM-Regeln im Bereich der Werbung dafür verantwortlich, er erklärte, dass dem Verband wegen der Teilnahme an dem aktuellen Turnier 13 Millionen neuseeländische Dollar entgehen würden (7,5 Mio. Euro).

Wegen der WM musste auch das Testspiel-Programm gekürzt werden (inklusive Länderspiele in Europa), damit könnten die Teams ihre eigenen Sponsoren nicht regelmäßig präsentieren, erläuterte Tew.

Der Weltverband (IRB) will sich der Thematik nach der WM nochmals annehmen. Laut IRB werden alle kommerziellen Einnahmen am WM-Turnier in die 117 Mitgliedsgewerkschaften investiert, damit soll die Wettbewerbsfähigkeit erhöht, die Weiterentwicklung gefördert und Rugby eine globale Sportart.

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