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Sport
08/05/2012

Ruderin distanzierte sich von Rechtsextremismus

Die deutsche Ruderin Nadja Drygalla hat am Sonntag erstmals zu den Rechtsextremismus-Vorwürfen Stellung genommen, wegen derer sie die Olympischen Sommerspiele in London früher als geplant verlassen hatte.

In einem dpa-Interview distanzierte sie sich von rechtem Gedankengut und betonte, ihre Karriere nach einer kurzen Pause im September fortsetzen zu wollen.

Drygalla war wegen ihres Freundes in die Kritik gekommen. Der Lebensgefährte war laut einem NDR-Bericht im vorigen Jahr Landtags-Direktkandidat der rechtsextremen NPD in Rostock gewesen. Er schreibe regelmäßig für ein NPD-nahes Internetportal und sei führendes Mitglied der Kameradschaft "Nationale Sozialisten Rostock", berichtete der Norddeutsche Rundfunk.

Nach Darstellung Drygallas ist ihr Freund jedoch seit Mai dieses Jahres kein NPD-Mitglied mehr. Er soll sich von der rechtsradikalen Szene losgesagt haben. Michael Fischer, früherer Direktkandidat der Partei, habe "persönlich mit dieser ganzen Sache gebrochen und sich verabschiedet", sagte Drygalla. Fischer hat sich bisher noch nicht geäußert.

Drygalla selbst distanzierte sich von rechtem Gedankengut: "Ich habe keine Verbindung in seinen Freundeskreis und diese Szene gehabt und lehne das absolut ab." Berichte, wonach sie auf Bildern bei einer Demonstration 2009 in Malchow zu sehen sein soll, wies Drygalla zurück: "Das bin ich nicht, das kann ich ganz klar sagen. Ich empfinde das als unfair und ungerechtfertigt."

Die 23-Jährige war nach einem Gespräch mit der deutschen Teamleitung freiwillig aus dem olympischen Dorf in London ausgezogen. Allerdings wäre sie nach dem Out des deutschen Damen-Achters ohnehin nicht mehr zum Einsatz gekommen.

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