Sport
13.03.2012

Rogge erwartet saudi-arabische Frauen bei Olympia

IOC-Präsident Jacques Rogge erwartet bei den Spielen 2012 in London die historische Olympia-Premiere saudi-arabischer Athletinnen.

Noch sei nicht endgültig klar, wie viele Athletinnen in welchen Sportarten der Ölstaat nach London schicken wolle, sagte Rogge mehreren US-Medien, er sei aber optimistisch.

Damit kommt die Ringe-Organisation ihrem Ziel, bei den Olympischen Spielen Frauen aus allen Ländern dabei zu haben, einen erheblichen Schritt näher. Gegenwärtig liefen die letzten Verhandlungen mit Saudi-Arabien, wurde am Dienstag in Lausanne bei der Sitzung der IOC-Exekutive bestätigt. In den kommenden vier bis sechs Wochen rechnet das Internationale Olympische Komitee ( IOC) mit einer Entscheidung.

Die Menschenrechts-Organisation "Human Rights Watch" hatte das IOC im Februar in Los Angeles beim Kongress "Frauen und Sport" an dessen eigene Charta erinnert und aufgefordert, Saudi-Arabien wegen Geschlechter-Diskriminierung von Olympia auszuschließen. Zwar gibt es in Saudi-Arabien keine Sportlerinnen, die die olympischen Qualifikationsnormen erfüllen, aber durch Einladungen könnte ein Olympia-Start ermöglicht werden.

Saudi-Arabien war neben Katar und Brunei das einzige Land, das keine Athletinnen zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking geschickt hatte. Katar hat im Februar angekündigt, in London eine Schwimmerin und eine Sprinterin starten zu lassen. Auch Brunei will nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa erstmals Athletinnen zu Olympia entsenden.