© Copyright 2012, Austria Presse Agentur, Wien, Österreich, alle Rechte vorbehalten

Sport
07/31/2012

Rogan sieht sich in Höchstform

Für Markus Rogan sind am Mittwoch und Donnerstag die Tage X der vergangenen vier Jahre.

Seit seinem vierten Platz bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking über 200 m Rücken hatte der Wiener auf die Chance für die Rehabilitierung hingearbeitet, nun ist sie da. Mittlerweile knapp drei Jahre lang hat Österreichs erfolgreichster Schwimmer die 200 m Lagen als seine Hauptstrecke.

Das soll Erfahrung genug bringen, um eine Medaille einzuheimsen. Ausreichend Klasse dazu hat Rogan jedenfalls. Seine persönliche Bestzeit am Dienstag in der Kraulstaffel stimmte den 30-Jährigen schon einmal zuversichtlich, um in seinem wahrscheinlich letzten großen internationalen Rennen zu reüssieren. "Im Vorlauf muss ich schon einmal alles zeigen", sagte Rogan. "Aber es reicht, wenn ich da einmal genauso gut wie die Staffel bin, also 16." Über sein momentanes Befinden sagte Rogan: "Es geht mir sehr gut, ich bin in Höchstform."

Vom für Donnerstagabend angesetzten Finale wollte Österreichs "Sportler des Jahres 2004" noch nicht sprechen. "Da muss ich erst einmal hineinkommen. Aber klar ist, dass ich das Rennen meines Lebens bringen muss." Wichtig sei dabei, den Kopf auszuschalten, womit er an seine umstrittenen Aussagen vom Sonntag in der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir" anknüpfte. "Ein Sportler sollte das im richtigen Moment können", führte Rogan aus. "Hermann Maier bewundere ich dafür."

Die US-Superstars Ryan Lochte und Michael Phelps schätzt Rogan über die kürzere Lagenstrecke noch immer als die absoluten Favoriten ein, auch wenn beide im Aquatics Centre in je einem Einzelrennen unerwartet ohne Medaille geblieben waren. "Aber dann sind sie eben nicht drei, vier Sekunden vorne, sondern weniger", gab der Kurzbahn-Europarekordler zu bedenken. "Man darf nicht vergessen, dass Lochte bei seinem 4. Platz (Anm: 200 m Kraul) trotzdem schneller als bei den US-Trials war."

Überrascht hat Österreichs Medaillenhoffnung die starke Leistung von Thiago Pereira, hat doch der Brasilianer am Samstag über 400 m Lagen hinter Lochte Silber geholt. Ihn wie den Briten James Goddard und den Ungarn Laszlo Cseh hat Rogan unverändert als Rivalen im Kampf um die Bronzemedaille stark auf der Rechnung. Cseh hat jedoch bei diesen Titelkämpfen schon zwei Endläufe verpasst. Rogan: "Da sieht man, bei Olympischen Spielen ist es doch immer wieder verdammt schwer."

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.