Sport
09.04.2018

Golf-Masters: Augusta, ein Ort der Sensationen

© Bild: APA/AFP/GETTY IMAGES/DAVID CANNON / DAVID CANNON

Der Amerikaner Patrick Reed gewinnt in Augusta zum ersten Mal ein Major-Turnier.

Solider Wiesberger

Der einzige Österreicher im Feld, Bernd Wiesberger, zeigte auch am Finaltag eine solide Leistung. Mit einer Par-Runde belegte der Burgenländer am Ende Rang 24 und verpasste knapp sein bislang bestes Masters-Resultat (22./2015).

Tiger Woods spielte am Finaltag eine 69er-Runde und landete bei seiner Rückkehr in Augusta auf dem geteilten 32. Platz. „Ich habe es vermisst hier zu spielen“, sagte der 42-Jährige, der das Turnier bereits viermal gewinnen konnte. „Es ist die beste Veranstaltung in unserem Sport.“

Endklassement 82. US Masters in Augusta/Georgia (11 Mio. Dollar/Par 72):

1. Patrick Reed ( USA) 273 Schläge (69/66/67/71)
2. Rickie Fowler (USA) 274 (70/72/65/67)
3. Jordan Spieth (USA) 275 (66/74/71/64)
4. Jon Rahm (ESP) 277 (75/68/65/69)
5. Rory McIlroy (NIR) 279 (69/71/65/74), Bubba Watson (USA) 279 (73/69/68/69), Henrik Stenson (SWE) 279 (69/70/70/70) und Cameron Smith (AUS) 279 (71/72/70/66)
9. Marc Leishman (AUS) 280 (70/67/73/70)
10. Dustin Johnson (USA) 281 (73/68/71/69) und Tony Finau (USA) 281 (68/74/73/66)
Weiter u.a.:
17. Justin Thomas (USA) 284
20. Jason Day (AUS) 286
24. Bernd Wiesberger (AUT) 287 (70/73/72/72)
32. Tiger Woods (USA) 289 - 36. Phil Mickelson (USA) 290
Cut (149 Schläge) verpasst u.a.: 81. Sergio Garcia (ESP/TV) 159 (81/78). 87 Spieler klassiert

Weltrangliste (8. April):

1. (1) Dustin Johnson ( USA) 9,9740 Durchschnittspunkte
2. (2) Justin Thomas (USA) 9,4042
3. (4) Jordan Spieth (USA) 8,7398
4. (3) Jon Rahm ( ESP) 8,4576
5. (5) Justin Rose (ENG) 7,4846
6. (8) Rickie Fowler (USA) 7,2354
7. (7) Rory McIlroy (NIR) 6,6874
8. (6) Hideki Matsuyama (JPN) 6,6450
9. (10) Brooks Koepka (USA) 5,7054
10. (9) Sergio Garcia (ESP) 5,5978
Weiter:
55. (57.) Bernd Wiesberger (AUT) 2,2677

Das wichtigste Golf-Turnier der Welt ist ein Bewerb der Überraschungen. Zum vierten Mal in Folge endete das Masters in Augusta mit einem Premierensieg auf Major-Ebene. Sonntagabend (Ortszeit) durfte sich der Amerikaner Patrick Reed das legendäre grüne Sakko für den Gewinner anziehen.

Der 27-Jährige musste auf dem 18. und letzten Loch einen Par-Putt versenken, um sich seinen ersten Major-Titel zu sichern. „Immer wenn du noch als Kind an das Masters gedacht hast, dann dachte man immer an diesen Putt, um das Grüne Jackett zu gewinnen“, sagte er nach dem Triumph.

Reed, der aufgrund seiner Ryder-Cup-Auftritte den Spitznamen „Captain America“ trägt, wurde von seinen US-Teamkameraden Rickie Fowler und Jordan Spieth gehörig unter Druck gesetzt. Am Ende war Reeds 71er-Runde auf dem schweren Par-72-Kurs jedoch ausreichend, sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Fowler betrug am Ende nur einen Schlag.

Fowler hatte die Schlussrunde mit fünf Schlägen Rückstand auf Reed begonnen. „Er steckt nicht zurück. Er ist keiner, der dich zurück ins Turnier kommen lässt. Du musst hinausgehen und ihn abfangen“, sagte Fowler über Reed.

Jordan Spieth, der 2015 das Masters-Turnier gewinnen konnte, spielte eine überzeugende Finalrunde. Der 24-Jährige schob sich mit einer 64er-Runde auf den dritten Platz nach vorne. „Ich glaube, ich habe mir selbst und anderen bewiesen, dass ich niemals aufgebe.“

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