Sport
08.10.2018

Rapid beruft gegen Strafe in der Höhe von 30.000 Euro

Obwohl das Urteil mild ist, sieht es Rapid-Boss Michael Krammer als „unverhältnismäßig“ an.

Rapid kommen derzeit die Trainerentlassungen teurer als ihre Fans. Am 16. September war es in der Allianz Arena  während und nach dem Spiel gegen die Austria zu diversen Vorfällen gekommen. Fans stürmten rund 15 Minuten nach dem Schlusspfiff beim 0:1 gegen die Austria vom Rapid-Sektor aus vermummt den Platz und liefen zum Gästesektor.  Dort lieferten sie sich verbale Scharmützel mit den Austria-Fans, auch ein pyrotechnischer Gegenstand flog Richtung Tribüne. Erst nach einigen Minuten beruhigte sich die Lage durch das Eingreifen der Exekutive. Rapid verurteilte das Fehlverhalten der Anhänger tags darauf. Die Bundesliga studierte Videos und kam gestern zum Schluss, dass die Austria nichts zahlen muss. 30.000 Euro Geldstrafe gab es für Rapid Wien wegen Verletzung der Veranstaltungsbestimmungen und missbräuchlicher Verwendung von Pyrotechnik.

Rapid wird gegen das Urteil Einspruch einlegen. Dies gab Club-Präsident Michael Krammer am Montag bekannt. Die Fehlleistung des Vereins würde er sich in der Langfassung des Urteils gerne ansehen, sagte Krammer in einer Diskussionsrunde des TV-Senders Sky. Der Verein sehe sich keiner Schuld bewusst. „Deshalb werden wir auch gegen die Höhe dieser Strafe berufen.“ Die Strafe sei „unverhältnismäßig“. Strafen gegen die auf den Platz gestürmten Anhänger werde es geben, hielt Krammer fest. „Wir kennen diese Menschen. Es wird ganz sicher Sanktionen geben.“

Schon am 4. Feber dieses Jahres war das Derby nicht reibungslos verlaufen. Der damalige Austrianer Raphael Holzhauser war unter anderem von Wurfgegenständen getroffen worden. Damals gab es 100.000 Euro  und eine Sektorsperre für zwei Spiele (eines bedingt auf zwölf Monate) als Strafe für Rapid. Damals hatte Rapids Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek die Strafe aus unverhältnismäßig hoch bezeichnet. Nach einem Einspruch von Rapid wurde diese später auf 53.000 Euro reduziert. Die Austria fasste wiederum im April nach ihrem Heim-Derby eine Geldstrafe von 40.000 Euro aus, Rapid musste 20.000 Euro zahlen.