Lance Armstrong sieht sich mit neuen Anschuldigungen konfrontiert.

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Radsport

Ex-Profi Gaggioli wirft Armstrong Bestechung vor

Der Italiener hat nach eigenen Angaben 1993 von Armstrong 100.000 Dollar erhalten.

12/13/2013, 02:45 PM

Der gefallene US-Superstar Lance Armstrong hat laut dem italienischen Ex-Profi Roberto Gaggioli nicht nur mit Doping, sondern auch mit Bestechung gearbeitet, um Radrennen zu gewinnen. Der 51-J├Ąhrige erz├Ąhlte im Gespr├Ąch mit dem Corriere della Sera von einem konkreten Vorfall im Jahr 1993, als er 100.000 Dollar von Armstrong vor einem Rennen erhalten haben soll.

Es sei damals bei einer US-Rennserie um ein Preisgeld von einer Million Dollar gegangen, die sich Armstrong schlie├člich gesichert habe. "Damals ist ein junger US-Kollege auf mich zugekommen und hat mir mit den Worten 'Frohe Weihnachten' einen Kuchen samt Geschenk ├╝berreicht. In der Schachtel waren 100.000 Dollar in kleinen Scheinen. Und der betreffende Kollege war Lance Armstrong", betonte Gaggioli.

Armstrong habe ihm gesagt, dass Gaggiolis damaliges Team Coors Light bereits in die Sache eingeweiht worden und damit einverstanden w├Ąre. Aus diesem Grund habe Gaggioli, der eigentliche Favorit, dann Armstrong zum Sieg verholfen, nachdem ihm dieser im Finish ein vereinbartes Zeichen gegeben habe. "Ich habe mich dann umgedreht, um den Anschein zu erwecken, dass sein Fluchtversuch f├╝r mich ├╝berraschend kommt. Er hat ├╝berlegen gewonnen", erkl├Ąrte Gaggioli und merkte an, dass auch die ├╝berwiegende Mehrheit der anderen Fahrer keine Konterattacke gestartet hatte.

Der Corriere della Sera kam deshalb zum Schluss, dass wohl auch andere Profis von Armstrong bestochen worden seien. Au├čerdem best├Ątigte der Ex-Profi Roberto Pelliconi der Tageszeitung, dass sein Team im Zuge dieses Deals damals bei der Lombardei-Rundfahrt 50 Millionen Lire (rund 25.800 Euro) von Armstrong erhalten habe.

Armstrong hatte zu Jahresbeginn nach jahrelangem Leugnen zugegeben, bei all seinen sieben Tour-de-France-Triumphen gedopt gewesen zu sein. Bereits zuvor war der Texaner aufgrund erdr├╝ckender Beweislage von der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) lebenslang gesperrt worden.

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