Sport
10.08.2018

Rad: Preidler holte den lange ersehnten ersten World-Tour-Erfolg

Der Steirer jubelte bei der Polen-Rundfahrt über einen Etappensieg. Am Ende wurde er Gesamt-Sechster

Georg Preidler ist am Donnerstag für loyale Helferdienste und schon mehrfach nur knapp verpasste Siege mit seinem ersten Erfolg auf der World-Tour belohnt worden. Der 28-Jährige Steirer aus der französischen Groupama-Mannschaft gewann die vorletzte Etappe der stark besetzten Polen-Radrundfahrt nach einer erfolgreichen Attacke auf dem letzten Kilometer.

"Ich habe schon lange auf so einen Sieg gewartet. Ich war oft knapp daran, aber noch nie ganz oben. Endlich habe ich auch in der World Tour gewonnen, das ist sehr schön", freute sich Preidler, der auch schon an den Vortagen einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Im Vorjahr hatte er den Sieg auf der Königsetappe des Giro d'Italia als Dritter nur hauchdünn verpasst. Heuer stand der bergfeste Allrounder mit ausgezeichneten Zeitfahrqualitäten in Italien nach seinem Wechsel zum Groupama-FDJ-Team seinem Kapitän Thibaut Pinot zur Seite.

In Polen ließ der ebenfalls in der neunköpfigen Spitzengruppe fahrende Franzose seinem Helfer den Vortritt. Preidler riss rund einen Kilometer vor dem Ziel aus und ließ sich bis ins Ziel nicht mehr einfangen. "Ich habe die Chance gesehen, es auf den letzten 500 Metern zu probieren. Das Finale war ziemlich technisch, ich habe im richtigen Moment attackiert", so Preidler. Der Zeitfahr-Staatsmeister brachte sich damit ein weiteres Mal auch für das WM-Straßenrennen in Innsbruck ins Spiel.

Dank dieser Qualitäten wird Georg Preidler auch bei der Straßen-Weltmeisterschaft in Innsbruck (23. bis 30. September) aus dem österreichischen Team nicht wegzudenken sein.  Ebenso wenig wie der Niederösterreicher Patrick Konrad, der sich bei der Polen-Rundfahrt die Bergwertung sicherte.

Die letzte Etappe über 138 Kilometer rund um Bukowina Tatrzanska am Freitag  ging mit einem Solo-Sieg an den Briten Simon Yates (Mitchelton-Scott) vor Thibaut Pinot, Georg Preidler kam als Neunter ins Ziel und wurde Gesamtsechster. Den Tour-Sieg holte sich der Pole Michal Kwiatkowski vom Team Sky, der 17 Sekunden Vorsprung auf Yates und 22 auf Pinot ins Ziel retten konnte.