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Sport
08/04/2012

Pistorius: Mit Beinprothese ins Halbfinale

Der Südafrikaner zieht über 400m trotz Carbon-Prothesen als Zweiter seines Vorlaufs ins Halbfinale ein.

Oscar Pistorius versteckte seine Augen hinter einer dunklen Sonnenbrille. Damit nur ja niemand der 80.000 Fans im Londoner Olympiastadion seine unsicheren Blicke sehen konnte. "Ich war so nervös", gestand der beinamputierte Südafrikaner, der gestern mit seinen Carbon-Prothesen eine historische olympische Runde drehte. "Ich wusste nicht, ob ich weinen sollte oder nicht. Es war ein Auf und Ab der Gefühle."

Am Ende dominierte bei Pistorius das Hochgefühl. Der Blade Runner, wie er von den Leichtathletik-Anhängern genannt wird, erntete den meisten Applaus aller Teilnehmer der 400-Meter-Vorläufe und stürmte souverän ins Semifinale. "Es war einer der aufregendsten Momente meines Lebens", meinte Pistorius nach der gelungenen Olympia-Premiere. "Ich danke meinem Team, das mir vertraut hat."

Pistorius hatte 2008 gegen das Startverbot durch die IAAF vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) mit Erfolg geklagt. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF wollte ihm die Teilnahme ver­weigern, da Prothesen ihm einen Vorteil verschaffen würden.

Pistorius verwies darauf, dass er seit 2004 mit den gleichen "Blades" renne. Seine Bestzeit steht bei 45,07 Sekunden – und die komme nicht von ungefähr. "Ich trainiere härter als 95 Prozent meiner Konkurrenten", betonte Pistorius. "Man hat mich getestet, es gibt einfach keinen Vorteil."

Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Daegu hatte er mit der südafrikanischen Staffel Silber gewonnen.

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