Werner Schlager

© APA/EPA/CHRISTOPHE KARABA

Tischtennis
03/03/2016

ÖTTV-Teams scheitern im Achtelfinale

Werner Schlager holt gegen Hongkong den einzigen Punkt für Österreichs Tischtennis-Herren.

Nach zuletzt fünften Plätzen 2012 in Dortmund und 2014 in Tokio ist Österreichs Tischtennis-Nationalteam der Herren am Donnerstag bei den Weltmeisterschaften in Shah Alam bei Kuala Lumpur wie 2010 in Moskau im Achtelfinale ausgeschieden. Im Duell um den Einzug ins Viertelfinale unterlagen Stefan Fegerl, Robert Gardos und Werner Schlager Hongkong 1:3. Den ÖTTV-Punkt holte Schlager.

Fegerl wurde bei den Europameistern von Teamchef Qian Qianli wieder auf Position eins nominiert, gegen Tang Peng glückte dem Niederösterreicher aber nur der Gewinn des Eröffnungssatzes. Danach hatte er gegen die druckvollen Schläge seines Gegenübers nur wenig zu bestellen. Ebenfalls lediglich einen Satz holte Gardos gegen Wong Chun Ting. Und Hongkongs Nummer eins fertigte im letzten Einzel Fegerl sogar 3:0 ab.

Schlager besiegt 18-Jährigen

Davor aber hatte das attraktivste Match dieser Begegnung stattgefunden. Der 43-jährige Schlager bekam es mit dem 18-jährigen Ho Kwan Kit zu tun. Als dieser auf die Welt kam, hatte Schlager seine ersten von fünf Olympischen Spielen bereits hinter sich. Letztlich hielt der für die WM nachnominierte Weltmeister 2003 den aufstrebenden Asiaten auch mit seiner Routine nach Abwehr eines Matchballes gerade noch in Schach.

Der Niederösterreicher war 2:0 in Front gegangen. Mit dem 2:0 für Hongkong im Rücken riskierte Ho danach mehr und gewann die nächsten beiden Durchgänge in der Verlängerung. Schlager vergab da drei Matchbälle und lag in Satz fünf 4:7 zurück. Nachdem er sich bei einem Time-out von Coach Qian Tipps geholt hatte, kam er auf, wehrte den Matchball ab und verwertete seinen vierten.

Schlager kam im WM-Verlauf viermal als Nummer drei des ÖTTV-Teams zum Einsatz, Chen Weixing die restlichen beiden Male. Nach einer persönlichen Bilanz von 3:1 resümierte er für sich über das gesamte Turnier gesehen auch zufrieden. "Aber auch die gesamte Mannschaft hat sich hier gut verkauft. Wir haben die extrem schwierige Gruppe überstanden, und gegen Hongkong zu verlieren ist keine Schande."

Die Hongkong-Chinesen bekommen es am Freitag im Viertelfinale mit Japan zu tun. Schweden kam durch ein 3:0 gegen Kroatien weiter, Portugal verhinderte mit einem 3:0 gegen Nordkorea ein Korea-Duell im Viertelfinale. Das Überraschungsteam im Viertelfinale ist England, nachdem es sich in der Gruppe schon gegen Deutschland durchgesetzt hatte. Um den Einzug ins Semifinale geht es gegen Frankreich.

Auch die Damen scheiterten im Achtelfinale. Gegen die Niederlande hatten Liu Jia gegen Li Jie und Li Qiangbing gegen Li Jiao mit 3:0-Erfolgen eine 2:0-Führung herausgeholt, Sofia Polcanova gegen Britt Eerland ((1:3) und Liu gegen Li Jiao (0:3) mussten aber den Ausgleich zulassen.

Li Qiangbing verlor letztlich das Entscheidungsmatch gegen Li Jie 2:3, wobei sie bei 10:9 im fünften Satz einen Matchball ausgelassen hatte.

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