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Sport
09/26/2012

OeSV plant mit neuem Führungsteam bis 2024

Der österreichische Segelverband (OeSV) hat die Weichen für die Zukunft gestellt.

Der österreichische Segelverband ( OeSV) hat die Weichen für die Zukunft gestellt. Das neue Präsidium war schon im Juni bestellt worden, ist aber erst nun eineinhalb Monate nach Olympia der Öffentlichkeit präsentiert worden. Sportdirektor Georg Fundak geht in seine neunte Olympia-Kampagne, das Team um ihn besteht aus neuen Leuten bzw. Ex- und aktuellen Aktiven.

Der Präsident heißt Herbert Houf, bisheriger OeSV-Finanzreferent. Für den Spitzensport zuständig ist Wolfgang Mayrhofer, Olympia-Zweiter 1980. Um Internationales kümmert sich Sylvia Vogl, Paralympics-Teilnehmer Sven Reiger ist Behindertensport-Referent. "Zu unseren Visionen gehört ein Segelinternat in Neusiedl, das soll zum Motor der Nachwuchsarbeit werden", sagte Houf. "Als kleines Land müssen wir bei der Talentesuche, -erkennung und -förderung besonders effizient sein."

Bei den Spielen 2016 in Rio sollen vier bis fünf Boote dabei sein und eine Medaille erreicht werden. Vor Weymouth haben Nico Delle Karth/Niko Resch eine solche als 49er-Vierte nur knapp verpasst. Die Planungen laufen aber nicht nur mittelfristig, sondern langfristig bis 2024. In diesen zwölf Jahren soll die Nachwuchsarbeit optimiert, der Behindertensport verstärkt integriert und eine bessere wirtschaftliche Basis geschaffen werden.

In den Bootsbesetzungen gibt es Änderungen, wenn auch Delle Karth/ Resch und die 470er Matthias Schmid/Florian Reichstädter ihrem Metier treu bleiben. Die Olympia-Neunten haben die Vorarlberger David Bargehr/Lukas Mähr als Trainingspartner, die Junioren-Vizeweltmeister von 2010 sind aber selbst chancenreich. Gleiches gilt für die 49er Benjamin Bildstein/David Hussl, Kooperationpartner von Delle Karth/Resch.

Vogl ist künftig nicht nur im Verband tätig, sondern feiert nach ihrer Babypause auch ein sportliches Comeback. Die Ex-Europameisterin wird wie schon länger bekannt mit Thomas Czajka die neue Mixed-Multihull Nacra 17 in Angriff nehmen. Auch Czajkas bisheriger 49er-Partner Thomas Zajac wechselt in die neue Olympia-Disziplin, die Frau an seiner sportlichen Seite ist Junioren-Weltmeisterin Tanja Frank.

Während Andreas Geritzer und Hans Spitzauer die Olympia-Bühne verlassen, bleibt Eva Maria Schimak dem olympischen Segelsport in der Laser-Radial-Klasse erhalten. Ihre bisherige Partnerin Lara Vadlau bleibt im 470er, der Name ihrer Vorschoterin steht noch nicht fest. Geritzer wie auch Olympiasieger Christoph Sieber sollen im Verband für Trainertätigkeiten gewonnen werden.

Fundak zeigt sich auch nach jahrzehntelanger Tätigkeit voller Tatendrang: "Wir werden unsere segelspezifischen Experten noch verstärkter einbauen - sowohl für den wissenschaftlichen als auch für den mentalen Bereich", meinte der Ungar. Ein Schwerpunkt soll auf den neuen Olympia-Disziplinen liegen. Delle Karth äußerte sich optimistisch: "Wir haben in den letzten Wochen sehr viele gute Gespräche geführt, die Stimmung ist absolut positiv."

Die ersten Olympia-Nationenplätze werden bereits in exakt zwei Monaten bei den Weltmeisterschaften in Santander vergeben. Vorerst geht es vom 8. bis 12. Oktober vor Biograd in die nationale Hochsee-Meisterschaft, ehe in Kroatien und Übersee Testwochen auf dem Programm stehen. Die Regattasaison startet im Jänner mit dem Weltcup vor Miami, parallel dazu laufen in Rio die ersten Reviertests an.

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