© EPA/CATI CLADERA

Sport
07/17/2019

Österreichs Segler proben in Japan den Goldrausch

Wie der rot-weiß-rote Erfolgsverband im olympischen Revier nichts dem Zufall überlässt.

von Günther Pavlovics

Ein Jahr vor Beginn der Sommerspiele ist der Österreichische Segelverband mit acht Teams im Revier von Enoshima vertreten. Athleten und Betreuer sammeln über zwei Monate hinweg Erkenntnisse für Tokio. Im August gibt es drei Chancen, sich für die Spiele 2020 zu qualifizieren.

Seit 11. Juli ist die Flotte vollzählig vertreten. Am 24. Juli beginnt auch der Einjahrescountdown. Sportdirektor Matthias Schmid erklärt: „Die Teams arbeiten individuell, und dennoch machen wir viel gemeinsam. Es gibt täglich zwei Meteorologie-Meetings für alle.“ Die Wettersysteme in Japan sind über das gesamte Jahr gesehen sehr unterschiedlich, jetzt herrschen ähnliche Bedingungen wie bei Olympia. Schmid: „Unser Fokus liegt darauf, die schwierigen Strömungs- und Windsysteme zu verstehen.“

Drei Regatten stehen im August auf dem Programm: Von 4. bis 9. kämpfen die beiden 470er-Teams bei der WM um das Olympia-Nationenticket. Nachdem das Duo Bargehr/Mähr den Quotenplatz im ersten Anlauf knapp verpasst hat, gehen nun vier Tickets an die bestplatzierten unter den noch nicht qualifizierten Nationen.

Harte Auslese

Die Konkurrenz ist groß: Insgesamt nehmen 36 Nationen einen Olympia-Startplatz bei den 470er-Herren in Angriff. Zudem wurde das Teilnehmerfeld im Vergleich zu 2016 von 26 auf 19 Startplätze verkleinert. Neben Gastgeber Japan sind Australien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Neuseeland, Spanien, Schweden und die USA bereits qualifiziert.

Von 17. bis 22. August wird beim Tokyo 2020 Olympic Test Event die Generalprobe gesegelt. Beim Veranstalter stehen alle Systeme auf dem Prüfstand, und auch auf dem Wasser gelten dieselben Regeln wie 2020. Bis auf wenige Ausnahmen darf nur ein Boot pro Nation an den jeweiligen Regatten teilnehmen. Während Thomas Zajac/Barbara Matz (Nacra 17) und Benjamin Bildstein/ David Hussl (49er) gesetzt waren, fiel die Entscheidung des OeSV auf die 49erFX-Vizeweltmeisterinnen Tanja Frank/Lorena Abicht sowie im 470er auf Bargehr/Mähr.

Abgeschlossen wird der zweimonatige Japan-Block mit dem Weltcup ab 25. August.