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Sport
05/01/2012

ÖOC fordert von WADA Aufklärung punkto Blutdoping

Die jüngsten und zum Teil irritierenden Entscheidungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sowie des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) fordern auch das Österreichische Olympische Komitee.

Die jüngsten und zum Teil irritierenden Entscheidungen der Welt-Anti-Doping-Agentur ( WADA) sowie des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) fordern auch das Österreichische Olympische Komitee. Dass UV-Bestrahlung von Eigenblut laut WADA erst seit Beginn 2011 strafbar ist, sei laut ÖOC-Generalseketär Peter Mennel höchst aufklärungsbedürftig.

Dass diese Methode schon während der Winterspiele 2002 in Salt Lake City ("Blutbeutelaffäre") von Walter Mayer und den österreichischen Langläufern angewendet worden war, hatte eine Lawine losgetreten, die erst lange nach dem späteren Turin-Skandal im Jahr 2006 zum Stillstand gekommen war. Insgesamt hatte dies eklatante Auswirkungen auf den österreichischen Sport gehabt.

Die WADA hat kürzlich festgehalten, dass die UV-Bestrahlung von Blut erst seit dem 1. Jänner 2011 verboten ist. Mayer war allerdings deshalb von den Spielen 2006 und 2010 ausgeschlossen worden.

Das ÖOC wird nun über die interimistische Geschäftsführung der Nationalen Anti-Doping-Agentur ( NADA) eine offizielle Anfrage an die WADA stellen lassen. "Ich kann das Rad der Zeit natürlich nicht zurückdrehen. Aber ich möchte eine genaue Aufklärung darüber, wie diese plötzliche Entscheidung im Sinne der Vergangenheit zu verstehen ist", erklärte Mennel am Dienstag gegenüber der APA.

Die WADA hatte vergangenen Freitag in der Blutmanipulations-Affäre um deutsche Sportler in Erfurt eine Kehrtwende vollzogen und im Gegensatz zu ihren ersten Verlautbarungen und den klaren Äußerungen ihres Generaldirektors mitgeteilt, dass die UV-Bestrahlung von Blut erst seit 2011 verboten ist. Zuvor hatte die WADA stets erklärt, die seit Anfang 2011 gültige Regel sei nur eine Präzisierung.

Der lebenslang gesperrte Mayer hatte sich deshalb umgehend empört und Gerechtigkeit gefordert. Er werde nun versuchen, die vom IOC verhängten Sanktionen zu bekämpfen.

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