Sport
24.10.2018

Novak, Ofner & Co.: Die starken Männer hinter Thiem

Hinter dem Topstar tummeln sich neben Dennis Novak noch weitere Tennis-Hoffnungen.

Da gibt es auf der einen Seite einen Dominic Thiem, der bislang Großes geleistet hat und der im günstigen Fall noch das Beste vor sich hat, da gibt es einen Jürgen Melzer der in Wien eine durchaus erfolgreiche Einzel-Karriere beendet. Die Doppel-Asse Oliver Marach und Alex Peya nicht zu vergessen.

Damit soll aber die Story über Österreichs Herren-Tennis noch nicht zu Ende erzählt sein. Denn hinter Thiem drängen schon einige Junge nach. Obwohl, auf Dennis Novak passt die Bezeichnung „jung“ vielleicht nicht ganz perfekt, immerhin ist der Niederösterreicher 25 und eine Woche älter als sein Kumpel Dominic. „Dennis hat alle Anlagen“, sagte sein Trainer Günter Bresnik schon vor Jahren. „Bei ihm dauert es eben ein bisserl länger“, sagt der Top-Trainer heute.

Aber da gab’s ja durchaus schon Anlässe, an denen der derzeitige 137. der Weltrangliste bereits sein großes Spielvermögen vor großem Publikum sein Potenzial auspacken konnte. In Wimbledon, wo er als Qualifikant bis in die 3. Runde kam und im Vorjahr in Wien, wo er sich ebenso aus der Qualifikation bis ins Achtelfinale spielte. Und im Daviscup ließ der Novak die Österreicher heuer auch nicht verkommen, schlug in Moskau sensationell Andrej Rublew, mit dem er vergangene Woche in der Stadthalle trainierte, und zuletzt mit dem Australier Alex De Minaur einen weiteren Jungstar. „Bei den kleinen Turnieren, den Challengern hat er noch Aufholbedarf“, sagt Bresnik.

Harter Brocken

Heute ist Novak, der zumeist mit Ex-Eishockey-Crack Peter Znenahlik bei den Turnieren unterwegs ist, freilich Außenseiter, sein Gegner Karen Chatschanow hat nach dem Titelgewinn in Moskau mit Platz 19 sein höchstes Karriere-Ranking erreicht. Angst, dass er abgezogen wird, muss er nicht haben. „Ich freue mich schon, da zu spielen. Ich glaube, ich habe hier immer ganz gut gespielt gegen gute Leute.“ Gestern spät abends durfte er mit dem ebenfalls 22-jährigen Tullner Lucas Miedler im Doppel das Weltklasse-Duo Oliver Marach/Mate Pavic fordern.

Miedler selbst hat sich mit guten Ergebnissen heuer auf Platz 210 gespielt und durfte vor zwei Monaten bei den US Open sein Debüt in der einer Grand-Slam-Qualifikation geben, blieb aber sieglos. 2015 gewann Miedler mit dem Australier Mousley den Junioren-Doppelbewerb bei den Australian Open.

Mehr Erfahrung hat Sebastian Ofner, der als Kooperationsspieler mit dem ÖTV im Leistungszentrum Bresnik/Thiem trainiert. Ofner gewann heuer sein erstes Challenger und ist die Nummer 190. Sein bestes Jahr hatte er aber 2017, als er in Wimbledon mit einer „Falco-Frisur“ und einem Drittrunden-Einzug für Furore sorgte. Zudem war er Semifinalist in Kitzbühel.

Österreichs einziger Teenager in den Top-1000 heißt Jurij Rodionow, die Nummer 250 im Ranking und zuvor schon bei den Junioren bei den Besten. Weitere Hoffnungen sind Alex Erler, Matthias Haim und auf lange Sicht Bresnik-Schützling Marko Andrejic.