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Sport
08/03/2012

Neonazi-Verdacht: Deutsche abgereist

Die Ruderin Nadja Drygalla hat das olympische Dorf in London vorzeitig verlassen.

Eklat im deutschen Olympiateam: Die Ruderin Nadja Drygalla, Mitglied des deutschen Achters, hat das olympische Dorf in London vorzeitig verlassen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gab in der Nacht zum Freitag als Grund für diese Maßnahme "Erkenntnisse zum privaten Umfeld" der 23-Jährigen aus Rostock an. Drygalla soll mit einem NPD-Funktionär liiert sein. Auch von ihr sollen Fotos existieren, die sie im rechtsextremen Umfeld zeigen.

Michael Vesper, Generaldirektor des DOSB, erklärte, er habe ein ausführliches und intensives Gespräch mit der Sportlerin geführt. Darin habe die Ruderin glaubwürdig bekräftigt, dass sie sich zu den Werten der Olympischen Charta bekenne. "Frau Drygalla hat am Ende unseres Gespräches erklärt, dass sie das Olympische Dorf verlassen wird, um keine Belastung für die Olympiamannschaft entstehen zu lassen", sagte Vesper. Die Mannschaftsleitung begrüßte die Abreise.

Die Vorwürfe gegen die Ruderin sind laut NDR allerdings nicht neu. Schon im vergangenen Jahr kursierten demnach Meldungen über ihre Beziehung zu dem Neonazi, der führendes Mitglied der regionalen Kameradschaft "Nationale Sozialisten Rostock" sein soll.



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