Sport
26.05.2018

NBA: Cleveland erzwingt Entscheidungsspiel gegen Boston

Dank 46 Punkten von "King James" gewinnen die Cavaliers daheim 109:99. Das siebente Duell findet in Boston statt.

Die Cleveland Cavaliers haben im Eastern-Conference-Finale der NBA den 3:3-Ausgleich gegen die Boston Celtics geschafft. Basketball-Superstar LeBron James, der 46 Punkte erzielte, führte den Vizemeister am Freitag zum 109:99-(54:43)-Heimsieg über den Rekordchampion, der in der Nacht auf Montag (2.30 Uhr MESZ/live DAZN) im Entscheidungsspiel der "best of seven"-Serie vor eigenem Publikum antritt.

"Es fühlt sich gut an, noch ein Match spielen zu dürfen", lautete der erste Kommentar von "King James" nach seiner bereits siebenten Play-off-Partie in diesem Jahr mit zumindest 40 Punkten - einen solchen Wert hatte zuletzt NBA-Legende Michael Jordan 1989 erreicht. Daneben verbuchte James auch noch elf Rebounds und neun Assists. "Hoffentlich kann ich an diese großartige Leistung am Sonntagabend anschließen."

Dabei hatte es zunächst gar nicht gut für Cleveland ausgesehen, denn bereits nach fünf Minuten verloren die Gastgeber ihren All-Star Kevin Love. Der 2,08 große Center-Forward war Kopf an Kopf mit Celtics-Rookie Jayson Tatum zusammengekracht und blieb danach benommen liegen. Da Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestand, mussten die Cavaliers ohne Love weiterspielen.

Dazu führte Boston zu Beginn des zweiten Viertels 30:24 (14.), ehe Cleveland mit einem 20:4-Lauf die Wende herbeiführte. In der Folge erstickte James mit einer überragenden Vorstellung jegliche aufkeimende Hoffnung des Gegners. Die meiste Unterstützung erhielt der Matchwinner, der 46:05 von 48 möglichen Minuten spielte, von George Hill (20 Punkte) und Jeff Green (14). Bester Scorer der Gäste war Terry Rozier, der sechs seiner zehn Dreierversuche verwertete, mit 28 Zählern.

Vor dem Entscheidungsspiel spricht die Statistik klar für Boston, denn die Celtics haben bisher noch nie nach einer 2:0-Führung eine Play-off-Serie verloren. 37:0 lautet die diesbezügliche NBA-Rekordbilanz des 17-fachen Champions (zuletzt 2008), der zudem in der aktuellen Postseason sämtliche zehn Heimspiele gewonnen hat.

Doch auch für James geht es um die Fortsetzung einer eindrucksvollen Serie, hat er doch seine Teams zuletzt fünf Mal en suite in einem Spiel sieben zum Sieg geführt und dabei im Schnitt 34,9 Punkte (NBA-Bestwert) erzielt. "Ein siebentes Match ist einfach das Beste im Sport, ich freue mich schon darauf", bekräftigte der 33-Jährige, der sein achtes NBA-Finale in Serie erreichen will.

 

Paul fehlt Houston

Im Western-Conference-Endspiel führen die Houston Rockets gegen Titelverteidiger Golden State Warriors 3:2.

Für die Texaner gab es am Freitag, 24 Stunden vor dem Auswärtsmatch in Oakland, eine schlechte Nachricht: Ihr Aufbauspieler Chris Paul fällt wegen einer Zerrung im rechten Oberschenkel zumindest für die nächste Partie aus.