Faustrecht: Nader (rechts) wird am Samstag wieder kräftig austeilen.

© APA/ANDREAS PESSENLEHNER

Box-Nacht
10/25/2013

Nader: „Ich bin schwer zu schlagen“

Mittelgewichtler Marcos Nader geht selbstbewusst in seine erste EU-Titelverteidigung.

von Harald Ottawa

Samstagnacht muss Marcos Nader wieder hellwach sein: In Oldenburg schreitet der regierende EU-Titelträger im Mittelgewicht zu seiner ersten Titelverteidigung (22.55 Uhr, live ATV, Kommentator Sigi Bergmann). Mit dem Spanier Luis Crespo hätte er sich schon Mitte September in Stuttgart prügeln sollen, damals fielen aber der Hauptkampf und damit auch Naders Fight aus. „Die Vorbereitungsphase war entsprechend lang, aber dafür habe ich mich länger auf den Gegner einstellen können“, sagt der 23-Jährige, der im April nach einem Punktesieg über Crespos Landsmann Roberto Santos den Gürtel nach Österreich geholt hat.

Einstellungssache

Genauer einstellen wird er sich müssen gegen seinen um neun Jahre älteren Gegner, nicht nur, weil dieser Rechtsausleger ist. Crespo misst 1,84 Meter, ist damit um acht Zentimeter größer als der Wiener. „Dadurch werde ich vermehrt den Infight suchen und dort mit harten Händen punkten“, sagt Nader. Sein spanischer Gegner, der neun seiner 15 Kämpfe gewonnen hat (fünf Niederlagen), kündigte groß an, Nader (17 Profi-Siege, ein Remis) k.-o.-schlagen zu wollen. „Das haben schon viele Boxer zu mir gesagt. Im Boxsport ist ein K.o. in jedem Moment drinnen. Natürlich freue ich mich auch, wenn der Arbeitstag schnell erledigt ist. Aber man muss immer von zwölf Runden ausgehen, und darauf bin ich bestens vorbereitet.“ Nachsatz des Sauerland-Athleten: „Und deshalb weiß ich: Ich bin nur schwer zu schlagen. Crespo wird das spüren, der Titel bleibt in Wien.“

Mit einem Auge schielt Nader, der nächstes Jahr seine Langzeitfreundin, die ehemalige Miss Vienna Sandra Soknic, heiratet, auch auf die Schwergewichtsszene. „Wenn endlich mein Freund und Trainingspartner Kubrat Pulew der nächste Pflichtherausforderer eines der Klitschkos ist, könnte deren Herrschaft bald vorbei sein. Und das könnte 2014 so weit sein.“ Der Bulgare ist regierender Europameister.

Dort will auch Nader im Mittelgewicht bald hin. Zeit hat der erst 23-Jährige noch genug. Auf Oldenburg selbst freut er sich: „Dort gibt es ein sportbegeistertes Publikum, das mich pushen wird.“

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