Tim Smyczek (rechts) zeigte sich gegen Rafael Nadal als echter Gentleman.

© APA/EPA/Barbara Walton

Australian Open
01/22/2015

Nadal-Gegner mit Gentleman-Geste

Nach dem Krimi-Sieg Rafael Nadals über Tim Smyczek sorgt dessen Fairplay-Aktion für Lob.

Auch am Tag nach dem packenden Fünf-Satz-Thriller zwischen dem 14-fachen Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal und dem Qualifikanten Tim Smyczek war das sportlich-faire Verhalten des US-Amerikaners noch Gesprächsthema bei den Australian Open.

„Ich habe die großartige Geste eines Gentlemans gesehen“, sagte der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. „Darüber sollten die Leute reden. Das ist im Sport heute nicht mehr üblich. Es ist schön, etwas zu haben, das größer ist als der Sport. Fairplay und Sportgeist.“

Tags zuvor hatte die Nummer 112 der Tennis-Welt dem an Position drei gesetzten Spanier einen Kampf über mehr als vier Stunden geliefert. Beim Stand von 6:5 für Nadal im fünften Satz störte ein Zuschauer mit einem Zwischenruf den Linkshänder beim ersten Aufschlag, der prompt im Aus landete. Smyczek setzte sich beim Schiedsrichter dafür ein, dass Nadal die Chance zu zwei neuen Aufschlägen bekommen sollte.

Der Spanier machte den Punkt und gewann wenig später auch das Match 6:2,3:6,6:7(2),6:3,7:5. „Was er am Ende gemacht hat, war einfach großartig. Nur sehr wenige Spieler können so etwas nach einem vierstündigen Match und beim Stand von 5:6, 0:30“, sagte Nadal noch auf dem Platz und bedankte sich für „das, was er heute getan hat“.

Favoriten kommen weiter

Der vierte Hauptbewerbstag der Tennis-Australian-Open hat derweil keinen aus dem engen Favoritenkreis auf einen Finalsieg straucheln gesehen. Sowohl Djokovic als auch der Schweizer Titelverteidiger Stan Wawrinka gaben in ihren Zweitrundenspielen ebenso keinen Satz ab wie die US-Amerikanerin Serena Williams und die Tschechin Petra Kvitova.

Eine klare Schlappe bezog hingegen Caroline Wozniacki. Die Dänin war zwar als Nummer acht gesetzt, ihre Niederlage gegen die ungesetzte Victoria Asarenka war aber nicht unbedingt eine Überraschung. Die Weißrussin hatte das Turnier 2012 und 2013 gewonnen, ehe sie die gesamte Saison 2014 durch Fuß- und Knieprobleme gehandicapt war. Nun ließ die Weltranglisten-44. einem 6:3,6:2 gegen die US-Amerikanerin Sloane Stephens ein 6:4,6:2 gegen US-Open-Finalistin Wozniacki folgen.

Caroline hatte ein so starkes Saisonfinish, daher war mir klar, dass ich auf meinem höchsten Niveau spielen und meine Chancen nutzen musste“, sagte Asarenka danach. Die 25-Jährige agierte letztlich für ihre Gegnerin zu druckvoll und ist gegen die Tschechin Barbora Zahlavova Strycova Favoritin auf den Achtelfinaleinzug.

Im Viertelfinale könnte es zum Duell der Ex-Ranking-Ersten mit der aktuellen kommen, nämlich Serena Williams.
Die US-Amerikanerin hatte gegen die Russin Vera Swonarewa bei 3:5 Satzbälle abzuwehren, holte aber die verbleibenden zehn Games. Ihre Schwester Venus (Nr. 18) ist nach einem 6:2,6:3 gegen ihre Landsfrau Lauren Davis weiter.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.