Nadal: "Das ist einfach unglaublich für mich"

Rafael Nadal hat am Sonntag sein perfektes Comeback nach einer siebenmonatigen Pause mit seinem dritten Titel in diesem Jahr untermauert. Der 26-jährige Spanier rang Juan Martin Del Potro, der auf dem Weg ins Endspiel mit Andy Murray und Novak Djokovic die Nummern eins und drei ausgeschaltet hatte, mit 4:6,6:3,6:4 nieder. Nadal hält damit bei 17:1-Siegen in diesem Jahr. Dies hätte sich der nunmehr wieder auf Weltranglisten-Platz vier vorgerückte Mallorquiner vor zwei Monaten nicht träumen lassen.

"Drei Top-Ten-Spieler zu schlagen und den Titel so zu gewinnen, das ist einfach unglaublich für mich", erklärte Nadal, der im Viertelfinale Roger Federer und im Halbfinale Tomas Berdych ausgeschaltet hatte. Dabei hatte Del Potro durchaus seinen Premieren-Titel bei einem Masters-1000-Turnier in der Hand, denn der Argentinier führte schon mit 6:4,3:1. Doch dann drehte Nadal erst so richtig auf. "Er hat eine Stunde lange unglaublich gespielt, in der letzten Stunde hat er nicht einen Fehler gemacht. Rafa hat verdient gewonnen", gestand ein sportlicher, aber enttäuschter Del Potro, im vergangenen Herbst Sieger des Erste Bank Open in Wien, danach.
22. Masters-1000-Triumph
Doch vier Turniere in fünf Wochen, drei Titel und ein Finale, fordern auch ihren Tribut. Denn körperlich ist bei Nadal freilich nicht alles eitel Wonne, darum lässt er das nächste Masters-1000-Turnier in Miami auf Anraten seiner Ärzte aus und kehrt erst zur Sandplatz-Saison in Monte Carlo (ab 14. April) auf die Tour zurück.
"Wisst ihr, ich brauche mehr Kraft im Quadrizeps meines linken Beins, also muss ich weiter hart arbeiten." Seine nächsten Einsätze sind neben Monte Carlo in Barcelona, Madrid und Rom - und natürlich die French Open, wo sein ganz großes Ziel natürlich Titel Nummer acht ist.
Scharapowa Damen-Siegerin
Bei den Damen hatte sich zuvor Maria Scharapowa ihren zweiten Titel in der kalifornischen Wüste nach 2006 geholt. Überraschungsfinalistin Caroline Wozniacki (DEN) war beim 6:2,6:2 im Endspiel chancenlos, die 25-jährige Russin holte ihren ersten Siegerscheck seit den French Open im Vorjahr - ohne Satzverlust. "Das Ergebnis schaut weit einfacher aus, als das Match wirklich war", versicherte Scharapowa, die nun wieder auf Platz zwei im Ranking kletterte.
Die Russin meinte, sie habe zu Beginn des Turniers gar nicht ihr bestes Tennis gespielt. "Es ist immer besser, wenn man sich durch das Turnier durcharbeiten muss und dann das Momentum bekommt", sagte Scharapowa.
Kommentare