Mountainbiker fahren am Samstag (02.06.2012) am Alfsee in Rieste (Landkreis Osnabrück) mit bei der Deutschen Meisterschaft im 24 Stunden Mountainbiken. Foto: Friso Gentsch dpa/lni +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Mountainbike
08/27/2013

Federspiel WM-Topfavorit

Federspiel im Eliminator nach starker Saison auf Gold aus. Außenseiter-Chancen im Cross-Country.

Mit Daniel Federspiel stellt Österreich bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Südafrika im Eliminator-Bewerb den Topfavoriten. Der Tiroler war heuer in der noch jungen Disziplin der dominierende Fahrer und geht als Weltcupführender und amtierender Europameister in Pietermaritzburg an den Start.

Der im Vorjahr bei der Heim-WM in Saalfelden drittplatzierte Imster erhofft sich am Sonntag im Sprintbewerb, in dem vier Fahrer auf rund einen Kilometer langen Cross-Country-Kursen im K.o.-Modus gegeneinander antreten, einen weiteren Coup. "Nach der heurigen Saison sehe ich die WM als Draufgabe. Ich habe heuer schon so viel erreicht. Jedoch würde ich nach der Bronzemedaille im letzten Jahr gerne ganz oben am Podium stehen", betonte der 26-Jährige.

Zu Wochenbeginn war Federspiel in Südafrika noch ohne sein Gefährt da gestanden. Mittlerweile sind die auf der Anreise hängen gebliebenen Bikes aber eingetroffen und dem Angriff auf Gold steht nichts mehr im Wege.

Außenseiterchancen

Im olympischen Cross Country am Samstag dürfen sich Elisabeth Osl und Alexander Gehbauer hingegen nur ganz leise Hoffnungen auf Edelmetall machen. Top-Ten-Plätze sind freilich für beide in Reichweite.

Olympia-Überraschungsmann Gehbauer nimmt seine erste WM in der Eliteklasse in Angriff. Im Vorjahr belegte der Kärntner nach seinem starken Auftritt in London im U23-WM-Bewerb Rang vier. Aber auch in der Elite hat er im Weltcup bereits an den Top Ten gekratzt. Zuletzt in Andorra verhinderte nur ein Materialproblem das erste einstellige Ergebnis des 23-Jährigen aus Drobollach am Faaker See.

Die WM-Generalprobe in Kanada hat Gehbauer ausgelassen. Stattdessen absolvierte er ein Höhentrainingslager in Livigno. Die Trainingswerte und ein abschließendes Testrennen in der Schweiz lassen auf eine sehr starke WM schließen, hieß es aus seinem Lager. Zudem liegt ihm der schwierige WM-Kurs besonders. In der U23 fuhr er dort bereits zu den Weltcup-Rängen eins und zwei.

Gehbauer selbst gibt sich aber betont zurückhaltend. "In meinem ersten Elite-Jahr möchte ich Erfahrung sammeln, aber trotzdem auch ein gutes Ergebnis einfahren. Ich hoffe auf gute Beine wie bei den Olympischen Spielen"

Gute Erinnerungen

Auch Osl hat an den WM-Ort sehr gute Erinnerungen. 2009 gewann sie dort ihr erstes Weltcup-Rennen. Im gleichen Jahr holte die Kirchbergerin die Gesamtwertung, auch 2010 fuhr sie noch konstant ganz vorne mit. Seither hat sie es aber nie mehr auf das Podest geschafft.

Bestärkt durch ihr bestes Saisonergebnis in Kanada (13.) nimmt die ehemalige Gewinnerin von Junioren- und WM-Medaillen die Titelkämpfe aber mit einem guten Gefühl in Angriff. "Das Ergebnis zeigt mir, dass ich auf einem sehr guten Weg bin. Die WM kann kommen", betonte die 27-Jährige. Bei der Heim-WM hatte die Kirchbergerin Rang 16 belegt.

Osl ist im Damenrennen wieder einmal die einzige Österreicherin. Bei den Herren sind neben Gehbauer und Federspiel auch noch Uwe Hochenwarter und Karl Markt mit dabei. Sie sollten um einen Top-20-Platz mitfahren können.

Während bei den Damen keine absoluten Favoriten auszumachen sind, sollten sich bei den Herren Titelverteidiger Nino Schurter (SUI) und Julien Absalon (FRA) Gold untereinander ausmachen.

Quasi zum Aufwärmen steht am Mittwoch zum WM-Auftakt der Teambewerb auf dem Programm. Für Österreich treten Osl und Gehbauer mit zwei Nachwuchsfahrern an. Hierbei sind die besten zehn das Ziel. Im Downhill und im Trial kämen Spitzenplätze für die rot-weiß-roten Teilnehmer hingegen überraschend.

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