Wer ist schneller Rennpferd oder Rallyeauto?

Als Comeback der Pferdestärke kann der Ausgang eines Duells bezeichnet werden, das am Mittwoch im niederösterreichischen Ebreichsdorf stattfand.

Opel feierte sein warmherzig akklamiertes Comeback im Rallyesport. Bei am Freitag, im Raum Wolfsberg (Kärnten) gestarteten BP Ultimate Rallye debütierte der OPC Rallye Cup, ein ambitioniert gemachter Markenpokal, der den sechs eingeschriebenen Teams ein äußerst professionell gestaltetes Umfeld offeriert: Im All-inclusive-Preis von ...
... 39.900 Euro enthalten sind sechs Rallyes, ein einheitlicher optischer wie auch organisatorischer Auftritt bei jeder Veranstaltung, Nenngeld, Treibstoff, Ersatzteile, Hospitality, Pressebetreuung sowie das Auto, ein bei Stengg-Motorsport hergerichteter Opel Corsa OPC. Das Basisfahrzeug wird bis auf die Rohkarosse zerlegt, raus kommt alles, was in einem Wettbewerbsauto nichts verloren hat, rein kommen dafür Schalensitze, Feuerlöscher, 6-Punkt-Gurte, Überrollkäfig, Unterbodenschutz, Bilstein-Rallyefahrwerk sowie ein Rennauspuff von Sebring. Der Motor, ein 1,6-Liter-Turbo mit serienmäßigen 192 PS bleibt weitgehend unverändert, Modifikationen an der Elektronik steigern die Leistung aber auf 213 PS. Reglementbedingt kommt ein 29 Millimeter großer Luftmengenbegrenzer zum Einsatz, "damit sind wir nicht nur im Cup, sondern auch in der Division II, also in der 2-WD-Wertung der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft punkteberechtigt " (Willi Stengg). Alle Motoren sind verplombt, Schummeleien sind also nicht drinnen. Opel hat darauf bestanden, dass die Umbauten des Corsa OPC vom Serien- zum Rallyeauto in finanziell engem Rahmen bleiben: Schließlich soll der Cup dem Breitensport dienen und deshalb leistbar bleiben.
Die Marke mit dem charakteristischen Blitz im Markenlogo hat in Österreich eine lange Motorsport-Tradition: Franz Wittmann und Raphael Sperrer haben auf Kadett GSi Läufe zur österreichischen Staatsmeisterschaft gewonnen, der furchtlose Sepp Haider sogar eine WM-Rallye (Neuseeland/1988). Gerhard Kalnay ist auf einem Ascona 400 im Jahr 1982 Staatsmeister geworden. Ein gutes Pferd kennt seinen Reiter: Bryan D'Antoine und sein Jockey Erwin Dubravka gallopierten gegen einen Corsa.
Rennpferd gegen Opel Corsa OPC Foto: KURIER / Sperger Pascal Reiter trifft Rallyefahrer trifft Ex-Miss: Erwin Dubravka, Tanja Duhovich & Willi Stengg.

An dieser Stelle ist oft von PS zu lesen, doch diesmal dreht sich alles um ein Pferd, das Stärke bewies. Genauer gesagt, um das vierjährige Rennpferd Bryan D’Antoine. Der Galopper duellierte sich mit einem 213 PS starken Opel Corsa OPC Rallyeauto in einem 300 Meter Sprint.

Anlass zu dem Wettlauf war der Auftakt zur „Magna Racino Spring Tour“ und Opels Sponsor-Engagement bei der Reitsportveranstaltung. Ob der Rallyefahrer Willi Stengg mit Herzblut bei der Sache war und er in seinem Corsa eine Chance gegen den Vollblüter und seinen Reiter Erwin Dubravka hatte, das sehen Sie im Video.

 

 

(kurier / spp) Erstellt am
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