Kopfweh vor dem Abschied: Noch zwei Rennen für Vettel im Red Bull.

© APA/EPA/SRDJAN SUKI

Formel 1
11/06/2014

Vettel und Red Bull: Das Ende einer großen Liebe

Sebastian Vettel und Red Bull hatten eine Traumbeziehung. Die Trennung verläuft weniger harmonisch.

Sie schienen unzertrennlich. Gemeinsam erlebten sie die schönste Zeit ihres Lebens. Sebastian Vettel und Red Bull waren das Dream Team der Formel 1. Gemeinsam holten sie vier Fahrer-WM-Titel und vier Mal jenen bei den Konstrukteuren. Doch die scheinbar untrennbare Freundschaft ging in die Brüche. Seit diesem Jahr ist alles anders, der Abschied des Deutschen nach Saisonende ist fix. Nach fünf märchenhaften Saisonen bei Red Bull sind die letzten beiden Saisonrennen (Sonntag Brasilien, 23. November Abu Dhabi) nur noch eine Quälerei.

Gute Miene

Sowohl Vettel als auch Red Bull bemühen sich teilweise krampfhaft, den Schein zu wahren und die Trennung mit Anstand zu vollziehen. Längst ist klar, dass Vettel 2015 für Ferrari fahren wird. Nur die offizielle Bestätigung fehlt noch, weil erst die letzten Details für Fernando Alonsos Abschied von der Scuderia geregelt werden müssen.

Die Saison verläuft für Red Bull enttäuschend, für den vierfachen Weltmeister Vettel sogar richtig frustrierend: Während Teamkollege Daniel Ricciardo mit 214 Punkten in der Weltmeisterschaft immerhin Rang drei so gut wie sicher hat, hält Sebastian Vettel gerade einmal bei 149 Punkten. Vettel kommt heuer mit seinem Auto überhaupt nicht zurecht. In 17 Rennen konnte er Ricciardo nur vier Mal schlagen.

Zuletzt in Austin meckerte Vettel nach Rang sieben und Ricciardos Podestplatz: "Man hätte auch eine andere Strategie wählen können." Es ist fix, dass Vettel 2015 für Ferrari fahren wird. Doch wenig spricht dafür, dass es dem Deutschen dort besser gehen wird: Heuer sammelte die Scuderia nur halb so viele Punkte wie Red Bull.

Bezahlfahrer

Noch größere Sorgen haben aber die finanzmaroden Nachzüglerteams. Denn die sind auf Bezahlfahrer angewiesen. So trennte sich etwa Sauber von Adrian Sutil und Esteban Gutiérrez. 2015 wird das Schweizer Team mit Marcus Ericsson und Felipe Nasr antreten. Der Schwede bringt angeblich Sponsorengeld in Höhe von 20 Millionen Euro mit. Hinter dem Brasilianer Nasr steht der Banco do Brasil, das größte Finanzinstitut Lateinamerikas.

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