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Sport Motorsport
09/10/2012

Vettel: "Auf den Geraden zu langsam"

Der Red-Bull-Pilot fiel in der WM auf Platz vier zurück, glaubt aber noch an seine Titelchance.

Während der spanische WM-Spitzenreiter Fernando Alonso kontinuierlich Punkte sammelt, wirkt Weltmeister Sebastian Vettel zunehmend verbissener.

"Ich glaube, unsere WM-Chance ist nach wie vor ganz gut", gab sich Vettel trotz seines dritten Nullers in dieser Saison aber zuversichtlich.

39 Punkte beträgt nun der Rückstand des auf Platz vier zurückgefallenen Red-Bull-Piloten (140 Punkte) auf Alonso.

2010, als er in einem packenden Finale seinen ersten Titel holte, sah Vettels Ausgangslage nach Monza ähnlich aussichtslos aus: Damals wies Vettel als Gesamtdritter zwar nur 24 Punkte Rückstand auf seinen führenden Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber auf, es standen aber nur noch fünf Grand Prix auf dem Programm. Heuer noch sieben.

Derzeit spricht deutlich mehr für ein Duell zwischen dem ständig punktenden Spanier und dem rasant aufholenden Lewis Hamilton, der zwei der jüngsten drei WM-Läufe gewann. "Es wird bis zum Ende ein harter Kampf", prognostizierte Alonso.

Die spanische Zeitung Sport ist sich schon sicher: "Fernando Alonso ist der Beste seiner Klasse." Und die Gazzetta dello Sport jubelte: "Super Alonso". Als "großer Verlierer" wurde von Marca am Wochenende Vettel ausgemacht.

Hoffnung

"Wir waren auf den Geraden zu langsam, wir waren einfach nicht schnell genug", bemängelte Vettel in Monza.

Ein Vergleich der Spitzengeschwindigkeiten auf dem Hochgeschwindigkeitskurs gibt ihm Recht: Der Hesse kam in seinem RB8 nur auf maximal 334,1 km/h, was in dieser Wertung Rang 19 entsprach.

Kimi Räikkönen erreichte in einem ebenfalls von einem Renault-Motor angetriebenen Lotus als Schnellster einen Top-Speed von 346,0 Stundenkilometern. Der Finne (141 Punkte) schob sich dank seines fünften Platzes beim Europa-Finale in der WM auch noch knapp vor Vettel.

Vettel fordert nicht nur mehr Top-Speed und Zuverlässigkeit, er schöpft auch Hoffnung wegen der anderen Layouts der kommenden Grand-Prix-Kurse. "Auf den Strecken der nächsten Rennen gibt es nicht so viele lange Geraden, sodass wir da konkurrenzfähig sein sollten."

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