Red Bull auch 2012 großer Favorit

McLaren und Mercedes gehen als schärfste Konkurrenten in die am Wochenende beginnende F1-Saison.

18. März: GP Australien in Melbourne 25. März: GP Malaysia in Sepang 15. April: GP China in Shanghai 22. April: GP Bahrain in Sakhir 13. Mai: GP Spanien in Montmelo/Barcelona 27. Mai: GP Monaco in Monte Carlo 10. Juni: GP Kanada in Montreal 24. Juni: GP Europa in Valencia 8. Juli: GP Großbritannien in Silverstone 22. Juli: GP Deutschland in Hockenheim 29. Juli: GP Ungarn in Mogyorod/Budapest 2. September: GP Belgien in Spa 9. September: GP Italien in Monza 23. September: GP Singapur in Singapur 7. Oktober: GP Japan in Suzuka 14. Oktober: GP Korea in Yeongam 28. Oktober: GP Indien in Noida/Neu Delhi 4. November: GP Abu Dhabi auf Yas Island Nicht erschrecken! In Austin findet heuer zum ersten Mal ein Formel-1-Rennen statt, wir wissen daher auch nicht, wie dort die Grid Girls aussehen.18. November: GP USA in Austin/Texas. 25. November: GP Brasilien in São Paulo Der RB8 ist trotz seiner neuen Nase eine Weiterentwicklung.

Die Red-Bull-Bosse gehen zuversichtlich in die am Wochenende in Australien beginnende F1-Saison. Die Autos sind trotz neuer Nasen eine Weiterentwicklung der Vorjahresmodelle, mit denen Sebastian Vettel die WM dominiert hatte. Der Vorsprung dürfte zwar nicht mehr so groß sein wie noch 2011, mit technischen Finessen könnte sich das österreichisch-englische Team aber auch in dieser Saison als Vorreiter positionieren.

"Wir haben wieder ein Auto, das vorne mitfahren kann", versicherte Motorsportchef Helmut Marko. Die Bullen haben sich auch in dieser Saison beide WM-Titel zum Ziel gesetzt. Dafür wurde schon bei den abschließenden Testfahrten in Barcelona ein stark weiterentwickeltes Auto eingesetzt. "In Melbourne werden wir wieder mit wesentlich anderen Teilen kommen."

"Das Auto ist eine Weiterentwicklung. Auf der einen Seite ist die FIA, die die Regeln erstellt. Bei uns sind die Techniker, die das Reglement möglichst zu unseren Gunsten auslegen", erklärte Marko. Seit 2009 ist das technische F1-Regelwerk vergleichsweise stabil. "Je länger ein Reglement gilt, umso enger schiebt sich alles zusammen."

Mercedes mit Vorteil

Als schärfsten Konkurrenten gilt McLaren. Ferrari bekundete Probleme, dafür habe Mercedes durch einen "gewieften Schachzug" aufgeholt. Das Team um Rekordweltmeister Michael Schumacher aktiviert mittels DRS einen Luftstrom durch das Auto (F-Schacht), der für mehr Topspeed sorgt. DRS ist im Qualifying immer erlaubt, dort dürften die größten Vorteile liegen. "Nachbauen können wir das bis Melbourne nicht", sagte Marko.

Dabei zeichnet sich sein Team durch hohe Flexibilität und auch Homogenität aus. "Wir haben in den letzten beiden Jahren nicht einen Mitarbeiter in einer Schlüsselfunktion verloren", erinnerte Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz am Wochenende in einem KURIER-Interview.

Vettel noch nicht am Zenit

Mateschitz will die Schlagzahl beibehalten. "Weltmeister zu werden ist eines, Weltmeister bleiben, ein anderes", betonte der Teambesitzer. "Viele sagen, dass es schwerer ist, die Spitze zu halten, als sie zu erreichen, und dies wollen wir diese Saison zum zweiten Mal versuchen."

Mit seinen 24 Jahren treibt Vettel das Team zu immer neuen Höchstleistungen. Dabei glaubt Marko seinen langjährigen Schützling noch nicht einmal am Zenit. "Mit dem Ehrgeiz, den Vettel hat, glaube ich nicht, dass sein Potenzial schon ganz ausgeschöpft ist. Es kommt Routine dazu, noch mehr Gelassenheit. Und er macht das Ganze mit mehr Know-how. Ich glaube, wir werden heuer einen noch stärkeren Vettel sehen." Dabei hat der Deutsche schon im Vorjahr mehr als die Hälfte aller Rennen gewonnen.

(apa / lem) Erstellt am
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