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18.11.2018

Rallye: Ogier holt in Australien sechsten WM-Titel in Folge

Damit fehlen dem Franzosen, der nächste Saison zu Citroen wechselt, noch drei Titel auf Rekordmann Loeb.

Der Franzose Sebastien Ogier hat sich am Sonntag bei der Australien-Rallye nach einer hart umkämpften Saison seinen sechsten Weltmeistertitel in Folge gesichert. Dem 34-jährigen Ford-Piloten reichte beim abschließenden WM-Lauf in Coffs Harbour ein fünfter Platz, weil seine letzten verbliebenen Rivalen Thierry Neuville (Belgien) und Ott Tänak (Estland) ausschieden.

Ogier, der schließlich 18 Punkte vor Hyundai-Pilot Neuville bzw. 38 vor Toyotas Tänak lag, ist damit auf dem besten Weg, Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb einzuholen. Sein Landsmann gewann zwischen 2004 und 2012 neunmal in Serie den Titel - womit die jüngsten 15 Titel alle nach Frankreich gingen. Den Sieg in Down Under holte sich der Finne Jari-Matti Latvala, der damit Toyota den Gewinn der Konstrukteurswertung bescherte.

"Es war eine unglaubliche Saison, so eng, mit vielen Aufs und Abs", resümierte Ogier, der alle seine Triumphe an der Seite von Co-Pilot Julien Ingrassia feierte. "Wir haben nie aufgegeben und nun in der letzten Rallye, praktisch auf der letzten Etappe gewonnen. Das ist so bewegend", erklärte Ogier.

Abschiedsgeschenk

Seinem Rennstall machte er quasi ein Abschiedsgeschenk, nach zwei Jahren kehrt er in der kommenden Saison zu seinen WRC-Wurzeln bei Citroen zurück. Ziel Ogiers ist, mit drei Herstellern Weltmeister zu werden. Bisher ist dies nur dem Finnen Juha Kankkunen mit Peugeot (1986), Lancia (1987, 1991) und Toyota (1993) gelungen.

WM-Endstand (nach 13 Rennen):

1. Ogier 219 Punkte - 2. Neuville 201 - 3. Tänak 181