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Sport Motorsport
01/05/2019

Rallye Dakar: Das Abenteuer im Sandkasten Peru

Matthias Walkner startet in die Titelverteidigung und muss sich neuen Herausforderungen stellen.

von Mathias Kainz

„Der Stress wird dieses Jahr noch größer sein. Und die Anzahl der Unfälle ebenfalls.“ Mahnende Worte von einem, der es wissen muss – von keinem Geringeren als Dakar-Titelverteidiger und Rallye-Doppelweltmeister Carlos Sainz. Der Spanier gewann die härteste Rallye der Welt im Vorjahr im Auto und erwartet trotz der erheblichen Umstellungen eine anspruchsvolle Dakar 2019.

Warum? Zum Einen, weil die Dakar bei der 41. Auflage erstmals nur in einem Land ausgetragen wird. Die elfte südamerikanische Ausgabe der Rallye, die einst von Paris quer durch Nordafrika bis in die namensgebende Stadt Dakar im Senegal führte, ist die bisher kürzeste. Dennoch stellt sie die Teilnehmer vor eine besondere Herausforderung, denn schon im Vorjahr galt Peru (damals eines von drei Gastgeberländern neben Argentinien und Bolivien) als härtester Abschnitt der Strecke.

Dünenkünstler

2019 wird dieser härteste Abschnitt die gesamte Rallye ausmachen. Der Großteil der Strecke führt durch die gefürchteten Sanddünen, die im Vorjahr zahlreiche Favoriten aus dem Rennen rissen. Für manche Fahrer können sie allerdings ein Vorteil sein, und einer davon ist Motorrad-Vorjahressieger Matthias Walkner. 2018 waren es seine Navigationskünste, die den Österreicher auf Kurs zu seinem ersten Dakar-Triumph brachten.

Dakar Rally - 2018 Peru-Bolivia-Argentina Dakar rally - 40th Dakar Edition

In den Dünen von Peru ist die Gefahr hoch, sich zu verfahren oder den falschen Spuren zu folgen – wer geschickt navigiert, verringert dieses Risiko. „Es wird wohl extrem taktisch gefahren“, prognostiziert Walkner, der mit einer handfesten Verkühlung ein wenig geschwächt in die Titelverteidigung geht. „Es wird sehr speziell mit dem vielen Sand.“ Ein Vorteil für die Motorradfahrer ist die Änderung der Startreihenfolge: Etappe zwei werden die Autos als Erste in Angriff nehmen und Spuren legen. „Finde ich gut“, meint Walkner. „Warum sollen immer die Motorradfahrer vorne fahren? Ich sage jetzt arrogant, dass wir den schwierigsten Job haben.“

Favoritenschreck

Bei den Motorrädern wird wohl alles auf den Dreikampf zwischen KTM (angeführt von Walkner, unterstützt von den Ex-Dakar-Siegern Toby Price und Sam Sunderland), Honda und Yamaha hinauslaufen. Bei den Autos ist nach dem Rückzug von Peugeot fast die gesamte Spitze zum X-Raid-Team gewechselt, einzig Sébastien Loeb setzt privat einen Peugeot von 2017 ein. Allerdings könnte den Autos im Kampf um den Gesamtsieg eine neu eingeführte Klasse Kopfschmerzen bereiten: In der Open-Klasse werden kleine, leichte Buggys eingesetzt, die zwar nicht über die Leistung oder Höchstgeschwindigkeit der Spitzen-Autos wie dem X-Raid-Mini verfügen, dafür aber in den 2019 vorherrschenden Sanddünen von ihrer Wendigkeit profitieren.

Gestartet wird die Rallye Dakar am 6. Jänner (Ortszeit) in Lima. Das Ziel liegt am gleichen Ort, die Ankunft ist am 17. Jänner geplant. Dazwischen liegen rund 5000 Kilometer, davon die Hälfte Wertungsprüfungen.

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