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14.10.2018

Paffett sorgt zum DTM-Abschied für die letzte Sternstunde

Nach 30 Jahren endet die Ära Mercedes in der DTM. Gary Paffett sorgte mit dem Titel für einen stilgerechten Abschied.

Der letzte DTM-Champion aus dem Hause Mercedes heißt Gary Paffett: Zum zweiten Mal nach 2005 - auch damals schon mit dem Stern auf der Motorhaube - sicherte sich der englische Routinier am Sonntag auf dem Hockenheimring den Meistertitel und sorgte damit zum Ausstieg der Stuttgarter aus der Meisterschaft für einen würdigen Abschluss.

"Das ist der größte Tag meines Lebens", sagte Paffett am Funk unter Tränen nach der Ziellinie. "Wir werden feiern, wir werden lachen, wir werden weinen", umriss er dann das Restprogramm für den Sonntag, der auf dem Hockenheimring wohl zum Feiertag werden würde.

Das letzte Feuerwerk

Bis zum Schluss hatte der 37-Jährige um seinen Titel zittern müssen. Audi-Star René Rast fuhr souverän zu seinem sechsten Rennsieg en suite, Paffett brauchte also mindestens einen vierten Platz für den Titelgewinn. In den letzten Minuten rauschten Rasts Teamkollegen Nico Müller und Robin Frijns im Eiltempo an den Drittplatzierten Paffett heran, für einen Angriff reichte es aber nicht mehr - und so überquerte Paffett um 14.32 Uhr als frischgebackener Champion die Ziellinie, Feuerwerk inklusive.

Mercedes verabschiedet sich damit nach 30 Jahren aus der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, der in den kommenden Jahren ein gigantischer Umbruch bevorsteht. Während Paffett mit seinem Langzeit-Arbeitgeber, für den er seit 15 Jahren ins Steuer greift, in die Formel E wechseln wird, bleibt Lucas Auer der DTM aller Voraussicht nach erhalten. Der Tiroler, der am Sonntag mit Rang 15 einen versöhnlichen Abschluss für eine schwierige Saison verpasste, wird beim Neueinsteiger Aston Martin im Cockpit sitzen, ebenso wie der geschlagene dritte Titelkandidat Paul di Resta.

Besser erging es Philipp Eng: Der Salzburger schloss seine erste DTM-Saison mit Platz acht im Rennen ab und sicherte sich als Gesamt-Neunter auch den Titel als Rookie of the Year. Im Gesamtklassement lag er zudem nur zwei Plätze hinter Auer.