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© APA/AFP/GETTY IMAGES/Chris Graythen / Chris Graythen

Sport Motorsport
06/23/2020

Nach Galgenstrick-Fund: Solidarität der NASCAR-Kollegen für Wallace

Fahrer und Crew-Mitglieder schoben bei einer Prozession im US-Staat Alabama das Auto des dunkelhäutigen Piloten zum Start des Rennens.

Nach dem Fund eines Galgenstricks in der Garage des einzigen dunkelhäutigen NASCAR-Fahrers Bubba Wallace haben sich andere Fahrer und Crew-Mitglieder mit ihm solidarisiert. In einer Prozession Dutzender Menschen schoben sie am Montag Wallaces Auto zum Start des Rennens auf dem Talladega Superspeedway im US-Bundesstaat Alabama, wie in einem Twitter-Beitrag von NASCAR zu sehen ist.

"Das ist wirklich unglaublich, und ich bin stolz, Teil dieses Sports zu sein", sagte der sichtlich bewegte Wallace dem Sender FOX Sports, nachdem er das Rennen in Amerikas beliebtester Motorsportserie auf dem 14. Platz abgeschlossen hatte.

Grausamer Fund

Am Sonntag war in der Garage von Wallace am Talladega Superspeedway ein Galgenstrick gefunden worden. NASCAR verurteilte den Vorfall. Für Rassismus sei in der Rennserie kein Platz, hieß es in einer Stellungnahme. Mittlerweile ermitteln die Staatsanwaltschaft, die Bundespolizei FBI und das Justizministerium in dem Fall. "Unabhängig davon, ob Anklage erhoben werden kann, haben solche Aktionen keinen Platz in unserer Gesellschaft", teilte das Ministerium mit.

Der 26-jährige Wallace setzt sich für die Bewegung "Black Lives Matter" ein und hatte sich für ein Verbot der Konföderiertenflagge bei NASCAR-Veranstaltungen ausgesprochen. Die Konföderierten Staaten im Süden der heutigen Landesgrenzen hatten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) gegen den Norden gekämpft und sich gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze gewehrt. Kurz nach Wallaces Forderung wurde die Flagge, die in den Augen vieler US-Bürger ein Symbol für Rassismus darstellt, auf NASCAR-Veranstaltungen verboten.

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