KTM-Comeback in der Motorrad-WM

Die Oberösterreicher starten in der neuen Moto3-Klasse und rechnen sich die Titelchancen aus.

Am Sonntag (18 Uhr) beginnt in Katar die MotoGP-WM 2012... ... mit einem großen Favoriten: Casey Stoner. Der Australier dominierte die Motorrad-Königsklasse im Vorjahr,... ... gewann 10 von 17 Rennen und landete sechs weitere Male am Podium. Einmal schied er - unverschuldet - aus. Von 2011 in Erinnerung bleiben wird freilich nicht Stoners überlegener WM-Titel, sondern der tragische Unfall-Tod des Italieners Marco Simoncelli in Malaysia. Valentino Rossi hat der Tod seines jungen Landsmanns besonders getroffen. Ducati-Pilot Rossi ist mittlerweile seit Oktober 2010 ohne Sieg. Eine solche Durststrecke ist einmalig in der Karriere des Rekordweltmeisters. Vor 2011 hatte der 33-jährige Italiener in jeder Saison seit seinem Einstieg 1996 in die GP-Szene mindestens einmal gewonnen. Bei 104 Siegen ist Rossi angelangt, der 105. scheint in weiter Ferne. Bei den heurigen Testfahrten büßte Rossi pro Runde durchschnittlich eine Sekunde... ... auf den erneut dominierenden Stoner ein. Die MotoGP-Klasse erlebt heuer mit dem Wechsel von 800- zu 1000-ccm-Motoren eine einschneidende Veränderung. Herausforderer: Stoners Honda-Teamkollege Dani Pedrosa (re.) aus Spanien. Bei den Testfahrten war Pedrosa ebenfalls immer in den besten drei zu finden, aber mit dem gebührenden Abstand von rund einer halben Sekunde pro Runde auf Stoner. Stoners härtester Rivale 2012 wird aber wohl Jorge Lorenzo, Weltmeister 2010 und Vizeweltmeister 2011. Der spanische Yamaha-Pilot kam bei den Tests Stoner am nächsten. Hoffnungsträger: Sandro Cortese.

Zwei Jahre. So lange hatte sich KTM aus der Straßen-WM zurückgezogen. Aber mit der Absenz ist nun Schluss, wenn mit dem Nachtrennen am Sonntag in Katar (18 Uhr) das schnelle Motorradfahren wieder Saison hat.

In der neuen Moto3-Klasse, die die 125-ccm-Kategorie ablöst, rechnet sich die oberösterreichische Motorradschmiede aus Mattighofen mit einem eigenen Werksteam sogar Titelchancen aus.

Der Grund? Sandro Cortese. Der 22-jährige Italo-Deutsche hat 116 Grands Prix absolviert und wurde im Vorjahr in der 125er-Klasse Gesamtvierter. Neben ihm gehen die Nachwuchshoffnungen Arthur Sissis (Aus/16) und Danny Kent (Gb/18) für KTM an den Start. Dabei ist noch vieles ungewiss: "Es ist ein neues Motorrad, man hat plötzlich eine Motorbremse. Keiner weiß, was der andere wirklich kann und wie zuverlässig die neuen Bikes sind", sagt Cortese vor der Premiere der kleinsten Rennklasse.

(kurier) Erstellt am
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