Adrian Sutil droht der Verlust eines der begehrten Cockpits.

© APA/EPA/LARRY W. SMITH

Motorsport
11/04/2014

Immer weniger deutsche Piloten in der Formel 1

2010 waren noch sieben deutsche Fahrer in der Königsklasse am Start.

Im Rekordjahr 2010 waren noch sieben deutsche Fahrer in der Formel 1 aktiv, für 2015 sind derzeit mit Nico Rosberg, Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg nur drei Fahrer aus dem Land von Rekordweltmeister Michael Schumacher und Vierfach-Champion Vettel fix. Auch Adrian Sutil droht der Verlust eines der begehrten Cockpits.

Das Sauber-Team ist auf eine üppige Mitgift seiner Fahrer angewiesen, was dazu führen könnte, dass der 31-jährige Deutsche im schlimmsten Fall völlig ausgebootet wird. Sollte es so kommen, dann würde die deutsche Fahrer-Gruppe in der Königsklasse des Motorsports erstmals seit 2005 auf drei Piloten schrumpfen.

"Anscheinend liegt das in anderen Händen", erklärte der in dieser Saison immer noch punktlose Pilot in Austin. Vor dem Austin-Auftritt ging er aber noch davon aus, auch kommende Saison bei Sauber zu fahren. Auf die Frage, ob er bleiben werde, antwortete der 126-malige Grand-Prix-Starter: "Es gab da keine Veränderung." Der Schweizer Rennstall und er seien eine Partnerschaft "für eine gewisse Zeit" eingegangen.

Dabei präsentierte sich Sutil in Texas in verheißungsvoller Form und wollte Eigenwerbung betreiben. Von Platz neun ging er in das drittletzte Saisonrennen, wo ihm jedoch Force-India-Fahrer Sergio Perez mit einer Kollision in der ersten Runde alle Hoffnungen auf die ersten Saison-Zähler für seinen finanziell gebeutelten Rennstall nahm. "Das war so unnötig, es ist zum Heulen", sagte Sutil.

Ähnlich gestaltet sich seine Zukunft bei Sauber. Der von Sponsoren großzügig alimentierte frühere Caterham-Fahrer Marcus Ericsson ist als Stammpilot für 2015 gesetzt. Zudem ist eine Einigung mit Sauber-Testfahrer Giedo van der Garde als zweiter Stammpilot Auto, Motor und Sport zufolge längst beschlossen. Dann wären der Mexikaner Esteban Gutierrez und Sutil bei den Schweizern draußen. Ob sich in dem aufgrund der immensen finanziellen Formel-1-Schieflage dezimierten Fahrerfeld so schnell eine neue Option bietet, erscheint äußerst fraglich.

Sicher im Sattel

Den anderen drei deutschen Formel-1-Fahrern geht es da besser. Hülkenberg hatte sich vor zwei Wochen sein Cockpit gesichert. "Das Team hat große Ambitionen und ich glaube, dass wir für das kommende Jahr wieder ein konkurrenzfähiges Paket haben werden", sagte der Pilot über seinen Verbleib bei Force India. Schon Mitte Juli hatte Titelkandidat Rosberg bei Mercedes ein Bekenntnis über "mehrere Jahre" abgegeben. Vettel muss zwar auf die offizielle Bekanntgabe seines Wechsels von Red Bull zu Ferrari weiter warten, sein Platz für 2015 ist aber natürlich auch sicher.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.