Für Berger steht die Formel 1 finanziell nicht schlecht da.

© APA/BARBARA GINDL

Formel 1
11/04/2014

Gerhard Berger: "Alle Teams gehören zur Show"

Der ehemalige Formel-1-Pilot fordert eine gerechtere Geldverteilung und einen neuen Verteilungsschlüssel.

Gerhard Berger plädiert angesichts der aktuellen Finanzkrise der Formel 1 für eine gerechtere Geldverteilung. "Weil die Show alle Teams braucht", ist der Österreicher für einen neuen Verteilungsschlüssel. Berger beendet mit Jahresende seine Tätigkeit als Chef der FIA-Formel-Kommission, eine mögliche Rückkehr in die Königsklasse bei Ferrari oder McLaren kommentiert der 55-Jährige zurückhaltend.

Seit Wochen gibt es Gerüchte, dass Berger bei Ferrari und McLaren ganz oben auf der Wunschliste stehe. "Alles Spekulationen, von mir aus ist da nichts dran. Ich habe weder mit Ferrari noch mit McLaren über dieses Thema gesprochen", berichtete der Österreicher. Auch das Ende seiner Tätigkeit in den Formel-Nachwuchsklassen habe damit nichts zu tun.

Formel 3

"Ich wollte FIA-Präsident Jean Todt nur für ein Jahr einen Gefallen tun, daraus sind eh drei Jahre geworden. Jetzt habe ich genug meiner Zeit dafür gegeben und möchte mein eigenes Unternehmen weiter ausbauen. Zudem bin ich wieder Vater geworden", begründete Berger diesen Schritt. Mit dem Erreichten sei er hoch zufrieden. "Die Formel 3 hat sich wieder als höchst konkurrenzfähige Nachwuchsklasse etabliert, aus der man direkt in die Formel 1 kommen kann", verwies der Tiroler auf Beispiele wie den künftigen Toro-Rosso-Fahrer Max Verstappen (17).

Gerechte Verteilung

Zur aktuellen Krise und den Finanznöten von Marussia und Caterham meinte Berger: "Von außen betrachtet läuft in der Formel 1 immer noch alles rund und die Sichtweisen der Teams hängen davon ab, welche Brille man aufhat." Das Formel-1-Interesse sei in Europa aber rückläufig, das ganze Vehikel für die Fans viel zu kompliziert und neben den wenigen reichen Teams wie Mercedes, Red Bull oder Ferrari gebe es solche, "die gerade über die Runden kommen und solche, die bankrott sind".

Trotzdem stehe die Formel 1 laut Berger finanziell nicht schlecht da. "CVC hat sicher keine Krise und verdient immer noch ordentlich Geld", ist der Österreicher überzeugt. Dieses Geld gehöre gerechter verteilt. "Denn wenn nur noch Ferrari gegen Mercedes oder Red Bull fährt, wäre das keine interessante Meisterschaft. Aus meiner Sicht gehören alle Teams zur Show."

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.