Sport | Motorsport
10.06.2018

Formel E: Di Grassi siegt bei erstem ePrix von Zürich

Beim ersten Motorsport-Event in der Schweiz seit 1955 siegte der amtierende Champion zum ersten Mal in dieser Saison.

Lucas di Grassi hat den ersten ePrix in der Schweiz für sich entschieden. Der Brasilianer startete als Fünfter in das Formel-E-Rennen in Zürich, profitierte aber unter anderem von kontroversen Strafen gegen Pole-Starter Mitch Evans und den Meisterschaftsführenden Jean-Eric Vergne. Ebenso profitierte auch Sam Bird, der hinter di Grassi Zweiter wurde und den Meisterschaftsvorsprung von Vergne vor dem Saisonfinale deutlich reduzierte.

Ein Kampf um Platz acht zwischen Vergne und Felix Rosenqvist stürzte das Rennen nach 13 von 39 Runden ins Chaos: Vergne drückte den Schweden in die Barrieren, der zwar weiterfahren konnte, aber wenige Kurven später seinen Frontflügel verlor. Ausgerechnet Vergne traf das verloren gegangene Karbonteil wenig später und löste damit eine Full-Course-Yellow-Phase - vergleichbar mit dem virtuellen Safety Car in der Formel 1 - aus, die ihm und mehreren anderen Fahrern zum Verhängnis wurde.

Motor Racing - Formula E - Zurich E-Prix

Vergne, Evans, Andre Lotterer und Lokalmatador Sebastien Buemi waren während der neutralisierten Phase zu schnell unterwegs und mussten Drive-Through-Strafen absolvieren, womit das Rennen für die Betroffenen de facto gelaufen war.

Vorne zeigte sich di Grassi von allem unbeeindruckt und fuhr zu seinem ersten Saisonsieg - der Champion der Vorsaison hat eine verkorkste Saison hinter sich und vor dem Saisonfinale keine Chance mehr auf eine Titelverteidigung. Die Formel-E-Saison endet am 14. und 15. Juli mit einem Double-Header - einem Wochenende mit zwei Rennen - in New York City.