Nico Rosberg triumphierte.

© Reuters/JASON REED

Spektakel zum Start der neuen Ära
03/16/2014

Spektakel zum Start der neuen Ära

Red-Bull-Pilot Ricciardo, ursprünglich Zweiter, wird disqualifiziert. Vettel und Hamilton scheiden aus.

Das Wichtigste vorneweg: Die Autos sind weiterhin schnell, sehr schnell sogar. Und der Sound der neuen, kleineren Turbomotoren wird vermutlich auch schon bald zum guten Ton gehören. Und über Reifen, das alles bestimmende Thema der vergangenen Jahre, spricht nach dem Saisonauftakt im australischen Melbourne ohnehin fast niemand mehr.

Dann schon lieber über Software-Fehler im Antriebsstrang (Aus für Weltmeister Vettel), über streikende Zylinder (Aus für Poleposition-Mann Hamilton), über Treibstoffmengen und die höchstzulässige Durchflussmenge. Letzteres wurde Vettels Teamkollegen Daniel Ricciardo zum Verhängnis: Der australische Lokalmatador hatte bei seinem Grand-Prix-Debüt für das Einser-Team von Red Bull eine starke Vorstellung abgeliefert, er durfte sogar vom Champagner kosten. Der Schaumwein sollte Ricciardo wenig später sauer aufstoßen. Der Zweitplatzierte wurde nachträglich disqualifiziert, weil die Benzindurchflussmenge an seinem RB10 über dem erlaubten Wert von 100 Kilogramm pro Stunde gelegen hatte.

Red Bull kündigte umgehend Berufung gegen das Urteil an. Der Weltmeister-Rennstall verwies in einer schriftlichen Stellungnahme auf die Ungenauigkeiten des vom Weltverband zur Verfügung gestellten Messgeräts, das an Ricciardos Auto nach dem Qualifying sogar getauscht worden sein soll.

Damit wurde spätnachts in Melbourne das Klassement noch ein letztes Mal durcheinandergewirbelt. Nur einer blieb völlig unbeeindruckt – wie auch schon in den 57 Rennrunden: Nico Rosberg. Der Deutsche war in seinem Mercedes das Maß der Dinge, Rosberg dominierte und kontrollierte und feierte seinen vierten Karrieresieg mit rund 30 Sekunden Vorsprung. „Das Auto ging ab wie ein Geschoß, oder besser: wie ein Silberpfeil.“ Damit bestätigte sich der Trend aus den Testfahrten, dass das deutsche Werksteam der Maßstab am Beginn der Saison sein wird – trotz des Ausfalls von Lewis Hamilton.

Nach der Disqualifikation von Ricciardo landete auf den Plätzen ein Team, das in der letzten Saison nicht einmal aufs Podest gefahren war: McLaren. Jungspund Kevin Magnussen (2.) aus Dänemark und Englands Routinier Jenson Button (3.) sorgten dafür, dass der Rennstall nach dem ersten Rennen von Platz eins der Teamwertung lacht. „Es ist ein Traum, der wahr geworden ist“, sagte der 21-jährige Magnussen. Er ist nicht nur der erste Däne auf einem Formel-1-Podium, sondern auch der erste Debütant seit Jacques Villeneuve 1996, der in seinem ersten Rennen auf Platz zwei fuhr.

Der Jüngste aller Zeiten

Mit Force India und Williams zeigten auch die anderen beiden Mercedes-Kundenteams auf. Ferrari (Alonso: 4./Räikkönen: 8.) war unauffällig unterwegs, doch mit Unauffälligkeit haben sie in Maranello wenig am Hut.

Von den Renault-Teams landeten einzig die Toro-Rosso-Fahrer in den Punkterängen. Der neuntplatzierte Russe Daniil Kwjat fuhr als jüngster Fahrer der Geschichte in die WM-Punkte. Der Toro-Rosso-Pilot löste in dieser Rolle mit 19 Jahren und 324 Tagen Sebastian Vettel ab. Doch der Deutsche hat gegenwärtig ganz andere Sorgen.

Endstand
1. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:32:58,710 Std.
2. Kevin Magnussen (DEN) McLaren-Mercedes 26,777
3. Jenson Button (GBR) McLaren-Mercedes 30,027
4. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 35,284
5. Valtteri Bottas (FIN) Williams-Mercedes 47,639
6. Nico Hülkenberg (GER) Force India-Mercedes 50,718
7. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari 57,675
8. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso-Renault 1:00,441
9. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso-Renault 1:03,585
10. Sergio Perez (MEX) Force India-Mercedes 1:25,916
11. Adrian Sutil (GER) Sauber-Ferrari +1 Runde
12. Esteban Gutierrez (MEX) Sauber-Ferrari 1
13. Max Chilton (GBR) Marussia-Ferrari 2 Runden

Ausgeschieden: Jules Bianchi (FRA) Marussia, Romain Grosjean (FRA) Lotus, Pastor Maldonado (VEN) Lotus, Magnus Ericsson (SWE) Caterham, Sebastian Vettel (GER) Red Bull, Lewis Hamilton (GBR) Mercedes), Felipe Massa (BRA) Williams, Kamui Kobayashi (JPN) Caterham

Nachträglich disqualifziert: Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull

Schnellste Runde: Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:32,478 (19. Runde)

Felipe Massa Kamui Kobayashi

Kamui Kobayashi

Felipe Massa Kamui Kobayashi

Caterham Formula One driver Kobayashi of Japan get

Williams Formula One driver Massa of Brazil gestur

AUSTRALIA FORMULA ONE GRAND PRIX

AUSTRALIA FORMULA ONE GRAND PRIX

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Mercedes Formula One driver Rosberg of Germany dri

Red Bull Formula One driver Ricciardo of Australia

Red Bull Formula One driver Ricciardo of Australia

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