McLaren führt nach dem ersten Rennen in der Konstrukteurs-WM.

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Formel 1
03/28/2014

McLaren ist wieder ein WM-Kandidat

Die Rückkehr von Ron Dennis beflügelt das Team: "Er tritt uns auf die Füße, wenn es nötig ist."

Nach Ferrari ist McLaren der zweitälteste Formel-1-Rennstall. Zwölf Fahrertitel, acht Konstrukteurs-Trophäen, 182 Siege und 155 Pole-Positions holten die Briten seit dem Debüt 1966.

In den letzten Jahren waren Erfolge aber rar. Den letzten Grand-Prix-Sieg gab’s 2012, den letzten Fahrertitel durch Lewis Hamilton vor sechs Jahren, der letzte Konstrukteurs-Titel liegt gar 16 Jahre zurück, errungen 1998 mit Häkkinen und Coulthard. Seither jubelte acht Mal Ferrari über den Team-Titel, vier Mal Red Bull, zwei Mal Renault und einmal Brawn.

Heuer mischt McLaren aber wieder voll mit: "Wir sind hier, um zu gewinnen", umriss Boss Ron Dennis vor dem Großen Preis von Malaysia das Ziel.

Beim Saisonauftakt in Melbourne untermauerte McLaren seine neue Stärke. Rookie Kevin Magnussen und Routinier Jenson Button belegten hinter dem souveränen Sieger Nico Rosberg überraschend die Plätze zwei und drei. McLaren übernahm damit gleich die Führung in der Team-Wertung.

Mit dieser starken Vorstellung bestätigte der Rennstall seine vielversprechenden Leistungen von den Testfahrten. Dass Button seinen 50. Podestplatz nur wegen der nachträglichen Disqualifikation von Vettels Red-Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo geschenkt bekam, schmälert den überzeugenden McLaren-Auftritt nicht.

Bei der Hitzeschlacht in Sepang soll es am Sonntag (Start: 10.00 Uhr MESZ/ORF 1, RTL und Sky) noch besser werden. "Wir sind 0,5 Sekunden schneller als in Melbourne", kündigte Dennis einen großen Schritt nach vorn an. Der blieb im Freitagstraining zunächst aus. Weder Button (4. und 8.) noch Magnussen (5. und 12.) schafften es in den beiden Einheiten in die Top 3.

Die Rückkehr von Ron Dennis

Dennoch: Mit Dennis' Rückkehr in die Formel 1 ist ein Ruck durch das Team gegangen. Offiziell fungiert der 66-jährige Brite weiter "nur" als Geschäftsführer der McLaren Group. Aber faktisch führt er das Kommando, auch wenn der von Lotus geholte Eric Boullier Renndirektor ist.

"Es ist gut, dass Ron zurück ist", urteilte Button. "Er tritt uns auf die Füße, wenn es nötig ist." Im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitag) sagte Button: "Er hat dieses Team aufgebaut und so viele Titel gewonnen. Dorthin, an die Spitze, wollen wir zurückkehren, und dabei wird uns Ron helfen."

Dennis musste im Zusammenhang mit dem Spionage-Skandal um Ferrari 2007 als Teamchef zurücktreten. Zudem musste der Rennstall die Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar an den Internationalen Automobil-Verband (FIA) bezahlen. Von diesen Rückschlägen und Belastungen scheint sich McLaren erholt zu haben.

Button spricht schon vom WM-Titel. "Ich will Sebastian die Nummer 1 wieder abnehmen", sagte der mit 34 Jahren zweitälteste Fahrer im Feld. Nur Kimi Räikkönen ist drei Monate älter.

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