Zu Gast im Bullen-Revier: Die Formel 1 macht im Murtal Station.

© /Red Bull Media

Formel 1 in Spielberg
06/16/2015

Fünf Fragen zum Spektakel in Spielberg

Zum zweiten Mal gastiert die Rennserie kommende Woche auf dem Red-Bull-Ring.

Im Vorjahr gab es noch die Fußball-WM. Heuer gehört die Sportwoche ganz der Formel 1 und Spielberg. Der Grand Prix von Österreich, der zweite auf dem Red-Bull-Ring, ist der rot-weiß-rote Sporthöhepunkt des Jahres.

Was es zu wissen gibt:

Was erwartet die Zuschauer heuer?

Trotz eines Rückgangs der Vorverkaufszahlen im Vergleich zur Premiere auf dem Red-Bull-Ring im Vorjahr werden an die 150.000 Fans von Donnerstag bis Sonntag im Murtal erwartet. Das Programm ist erneut vielfältig (siehe unten). Und der Formel-1-Zirkus lässt diesmal über den Rennsonntag hinaus seine hochmodernen Zelte in Spielberg aufgeschlagen: Am 23. und 24. Juni finden auf dem Red-Bull-Ring die offiziellen Testfahrten der Königsklasse statt. Mit einem Wochenend-Ticket ist der Eintritt frei – bei freier Sitzplatzwahl.

Welche Anreise wird empfohlen?

In jedem Fall eine frühe. Wer nicht auf das eigene Auto verzichten will oder kann, dem wird empfohlen, jeweils vor 7.30 Uhr die Parkplätze anzusteuern. Alle Motorradfahrer können im Formel-1-Dorf gratis den Helm abgeben. Für alle Ticketbesitzer gibt es ÖBB-Sonderzüge von Graz, Linz und Wien-Meidling nach Knittelfeld. Von dort ist der Bustransfer zur Rennstrecke inkludiert. Passend zur glamourösen Stilecht kann per Luft der Fliegerhorst Hinterstoisser für zivile Zwecke genutzt werden. Dazu nötig ist allerdings eine Landebewilligung.

Wer sind die Favoriten?

Die Antwort ist einfach: Mercedes. Alles andere als ein Sieg der Silberpfeile wäre eine Sensation. Das Werksteam hat es als erster Rennstall seit Ferrari 1952/ 1953 geschafft, in sieben Rennen in Serie mit jeweils zwei Autos auf das Podest zu fahren. Dass jedoch Nico Rosberg seinen Vorjahressieg wiederholen kann, ist angesichts der Form von Weltmeister Lewis Hamilton eher unwahrscheinlich. Der WM-Führende aus England kann zudem in Spielberg einen Langzeit-Rekord der Formel 1 einstellen: Der 29-Jährige lag in den vergangenen 16 Rennen jeweils zumindest eine Runde lang in Führung. Die Bestmarke liegt bei 17 Rennen und wurde vor 45 Jahren von Jackie Stewart aufgestellt.

Wer sind die Herausforderer?

Der erste Jäger wird erneut Ferrari sein, obwohl die Scuderia zuletzt in Kanada erstmals in dieser Saison nicht auf das Podest fuhr. Wiedererstarkt zeigt sich vor dem Österreich-Rennen die Williams-Fraktion, die sich dank Mercedes-Kraft im Heck bereits im Vorjahr die Poleposition in Spielberg sichern konnte.

Wie steht es sportlich um Red Bull?

Auch heuer dürften die Gastgeber sportlich nicht viel zu feiern haben. In der Konstrukteurswertung liegen Red Bull Racing und Toro Rosso auf den Rängen vier und acht. Die Ursache ist altbekannt: der Motor. Er ist schwächer und anfälliger als jene der Konkurrenz. Ausgerechnet beim Heimspiel dürften Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat jeweils ihr fünftes Triebwerk eingebaut bekommen.

Da nur vier pro Saison erlaubt sind, drohen Strafen. "Unsere Simulation hat ergeben, dass uns der Motor am Red-Bull-Ring noch mehr Zeit kosten wird als in Montreal. Deshalb ergibt ein taktischer Motorwechsel dort am meisten Sinn", sagt Teamchef Christian Horner und fügt an: "Wir müssen damit rechnen, dass wir in der letzten Reihe stehen und dann auch noch Zeitstrafen kassieren, wenn es die Fahrer von der Rundenzeit her nicht in die Top Ten schaffen." Gemeinsam mit Renault wird an einem komplett überarbeiteten Antrieb gearbeitet. "In drei Wochen sollten wir wissen, ob das neue Projekt, das sich auf dem Prüfstand befindet, funktioniert oder nicht", sagt Red-Bull-Berater Helmut Marko. Mit einem Einsatz ist aber erst im Herbst zu rechnen.

www.projekt-spielberg.at

Vollgas und Show an vier Tagen

Rennprogramm
Donnerstag
15.15 bis 18.15 Uhr: Besitzer eines Wochenend-Tickets haben die Möglichkeit, die Boxengasse zu besichtigen.

Freitag
10 bis 11.30: 1. freies Training der Formel 1.

12 bis 12.45: Training GP2

14 bis 15.30: 2. freies Training der Formel 1.

15.55 bis 16.25: Qualifying GP2

16.45 bis 17.30: Training Porsche Supercup

17.50 bis 18.35: Training GP3

Samstag
9.45 bis 10.15: Qualifying GP3

11 bis 12: 3. freies Training der Formel 1

12.25 bis 12.55: Qualifying Porsche Supercup

14 bis 15: Qualifying der Formel 1

15.40 bis 16.45: Erstes Rennen GP2

17.20 bis 18.05: Erstes Rennen GP3

18.30 bis 19: Legendenparade

Sonntag
9.25 bis 10: Zweites Rennen GP3

10.35 bis 11.25: Zweites Rennen GP2

11.45 bis 12.20: Rennen des Porsche Supercups

12.40 bis 12.45: Legendenparade der Formel 1

14 bis 16 Uhr: Der Große Preis von Österreich der Formel 1 (71 Runden)

Konzertprogramm

Freitag und Samstag jeweils ab 17 Uhr. Am Freitag sind die Hauptattraktionen die Bands Tagträumer (18.30 Uhr) und The BossHoss (21 Uhr), am Samstag spielen die Baseballs (19.30 Uhr) und Andreas Gabalier (21 Uhr). Der Eintritt ist mit Renntickets gratis.

Eintrittskarten

Einzel- und Wochenend-Tickets sind noch zu haben im Internet unter gpticketshop.com. Als Bonus können alle Besitzer eines Wochenend-Tickets mit der Eintrittskarte am Donnerstag und am Freitag jeweils zusätzlich eine Person an den Red-Bull-Ring mitnehmen.

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