© APA/VALDRIN XHEMAJ

Formel 1
10/27/2013

Alonsos Plan A ist gescheitert

Der zweifache Weltmeister ist einer der besten Fahrer der Formel 1. Und trotzdem ist er gescheitert.

Das Grand Prix Wochenende in Indien ist mitunter das wichtigste in diesem Jahr. Sebastian Vettel hat seinen vierten Titel in Folge geholt und sich somit auf eine Stufe mit Alain Prost gestellt. Nur Fangio und Schumacher sind noch vor ihm in der Bestenliste. Fernando Alonso, Vettels härtester Konkurrent kann gerade einmal zwei Titel anführen.

2010 kam Alonso mit Hilfe der spanischen Bank Santander zum traditionsreichsten Rennstall der Formel 1 - zur Scuderia Ferrari. Nachdem man Räikkönen unliebsam entließ, um für den Spanier ein Cockpit freizumachen, steht man vier Jahre nach diesem Ereignis genau bei der gleichen Anzahl an Weltmeistertiteln. Räikkönen ist noch immer der letzte Ferrari-Weltmeister. Er gewann den Titel 2007, Alonso 2005 und 2006 mit Renault. Der Spanier galt als Hoffnungsträger und Heilsbringer für Ferrari, nachdem Räikkönen nach seinem Titelgewinn 2008 und 2009 stark nachließ. Alonso wurde von den Tifosi gefeiert und als nächster Ferrari-Weltmeister angepriesen. Doch Ferrari’s „Plan A“ ging nicht auf.

Am 22. Oktober jährt sich Alonso’s zweiter Titelgewinn zum siebenten Mal. Eine siebenjährige Durststrecke geht an niemandem spurlos vorüber. Zuletzt scheint Alonso verbissen und verkrampft. Er übte offiziell Kritik an Ferrari, was einem Todesurteil gleichkommt. Man schimpft nicht über einen Ferrari – das stellte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo klar. Auch Teamchef Domenicali gefällt das aufmüpfige Verhalten seines Fahrers nicht. In der roten Liebesbeziehung kriselt es. Der 32-jährige Spanier nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Er propagiert, er polarisiert, er politisiert. Von vielen Experten wird er trotzdem noch immer als der aktuell beste Fahrer eingestuft, vor Vettel. Doch sein Ego hat einen Kratzer abbekommen.

Jederzeit und ĂĽberall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare