20 Jahre Michael Schumacher

Beim Grand Prix von Spa im August 1991 drehte der Ausnahmefahrer erstmals seine Runden in der Motorsport-Königsklasse.

Im August 1991 bekam der damals noch unbekannte Michael Schumacher die Chance, sich in der Formel 1 zu beweisen. Bertrand Gachot, eigentlich Stammfahrer bei Jordan, saß nach einem tätlichen Angriff auf einen Taxifahrer im Gefängnis, und der ... ... junge Schumacher, der sich als Kind auf einer Kartbahn in unmittelbarer Nähe seines Elternhauses die ersten Sporen als Rennfahrer verdiente, errang auf Anhieb den siebenten Startplatz. Nach wenigen Kurven war das eigentliche Rennen für ihn jedoch schon vorbei. Sein Auftritt in Belgien sicherte ihm aber ein sofortiges Engagement beim Rennstall von Benetton-Ford. Ein Jahr nach seinem Debüt in Spa konnte er im Benetton seinen ersten Sieg feiern, die erste komplette Saison als Fahrer schloss er mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung ab. In den letzten beiden Jahre bei Benetton, 1994 und 1995, kürte sich Schumacher ... ... zum Weltmeister. Der erste Titel hatte wenig sportlichen Glanz, da Benetton von vielen Seiten Betrug vorgeworfen wurde. Die zweite Krönung war gekennzeichnet vom sportlichen Duell mit Damon Hill. 1996 wechselte der zweifache Weltmeister nach Italien zu Ferrari. Der Rennstall aus Maranello wartete bereits seit 1979 auf einen Weltmeistertitel. Die Zusammenarbeit von Schumacher mit Teamchef Jean Todt sollte bald Früchte tragen. Doch die technische Dominanz der Konkurrenz von Williams Mclaren Mercedes war vorerst noch zu groß. Schumacher musste sich Damon Hill, Jacques Villeneuve und zwei Mal Mika Häkkinen geschlagen geben. Zudem ... ... beendete ein Unfall in Silverstone, bei dem er sich einen Unterschenkel brach, 1999 die Hoffnungen auf den dritten Titel. Schumacher musste sechs Rennen aussetzen. 2000 war es dann soweit - gemeinsam mit Ross Brawn (l.) und Teamkollege Rubens Barrichello konnte Schumacher den ersten WM-Titel für Ferrari nach über 20 Jahren feiern. Auch im Jahr danach konnte der Wahlschweizer mit seiner Frau Corinna (r.) über den Titel in der Fahrerwertung jubeln. Doch es gab noch immer Luft nach oben. In der Saison 2002 war Ferrari die alleinige Macht im Formel-1-Zirkus. Schumacher kam in allen 17 Rennen aufs Podest. Elf Siege, fünf zweite und ein dritter Platz standen nach der Saison auf seinem Konto. Doch Ferrari sorgte auch für einen Skandal, ... ... als Barrichello, der in Spielberg fast das gesamte Rennen über geführt hatte, Schumacher auf der Zielgerade überholen ließ. Die Stallorder kam von Jean Todt, der sie damit rechtfertigte, den WM-Titel nicht aufs Spiel setzen zu wollen. Schumacher ... ... konnte die Entscheidung nicht verstehen, und überließ peinlich berührt im Schatten von Ex-Kanzler Schüssel Barrichello den obersten Podestplatz. Ferrari wurde daraufhin zu einer Strafe von 1 Mio. Dollar verurteilt. Auch in den zwei darauffolgenden Saisonen konnte Michael Schumacher die WM für sich entscheiden. Mit seinem ... ... siebenten Titel 2004 konnte er sich endgültig unsterblich machen. Seinen zum Markenzeichen gewordenen ... ... Freudensprung bei Siegerehrungen ... ... konnte er insgesamt 91 mal ... ... vollführen. Alain Prost liegt mit 40 Siegen weniger auf Rang 2 der ewigen Bestenliste. Schumacher führt außerdem die Statistiken der meisten Pole Positions (68), ... ... der meisten Schnellsten Rennrunden (76), der meisten Podestplätze (154) und der meisten Siege in einer Saison (13) an. Mit ... ... einfachen Worten - er ist der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Nach seinem 90. Grand-Prix-Sieg erklärte Schumacher mit Ende der Saison 2006 seinen Rücktritt. Er blieb Ferrari als Berater und Testfahrer erhalten. Der Ruhestand schmeckte dem Deutschen anscheinend nicht allzu gut, ... ... und so sitzt er seit der Saison 2010, allerdings mit mäßigem Erfolg, wieder hinter dem Steuer eines Formel-1-Boliden.

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(KURIER.at / Florian Bauer) Erstellt am
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