Sport
05.12.2011

Mit Elektronik gegen menschliche Fehler

Das sogenannte Hawk-Eye leistet im Profi-Tennis hervorragende Dienste und korrigiert so manche Fehlentscheidung.

Im Fußball wird seit Jahren ergebnislos über den Fernsehbeweis gestritten, im Tennis hat die Elektronik bei den US Open wieder beste Dienste geleistet - und das gleich zwei Mal im längsten Tiebreak, den es je in einem Damen-Einzel bei einem Grand-Slam-Turnier gab.

Die Australierin Samantha Stosur war im Match gegen die Russin Maria Kirilenko schon vor dem Sieg gestanden, als beim fünften Matchball ein Ball Aus gegeben wurde. Kirilenko bemühte das "Hawk-Eye", der Ball war auf der Grundlinie gelandet, der Punkt wurde wiederholt. Dabei kam es wieder zu einem Aus-Ruf des Linienrichters. Und wieder zweifelte Kirilenko und ließ auf der großen Videowand nachschauen. Sie hatte erneut recht und wehrte den Matchball damit ab.

Faire Sache

"Das ist das Tolle am Hawk-Eye. Es ist immer eine faire Sache, und du wirst nicht abgezockt, weil wir es haben", sagte selbst Stosur, die im ersten Fall nicht sicher war und den zweiten Ball auf der Linie gesehen hatte. Die Zuschauer im Louis-Armstrong-Stadium tobten, erst recht, als Kirilenko einen dritten Satz erzwang. Es nützte am Ende nichts, Stosur gewann 6:2, 6:7 (15:17), 6:3 und trifft nun im Viertelfinale auf Vera Swonarewa, die die Deutsche Sabine Lisicki, die von 8. bis 16. Oktober in Linz spielen wird, mit 6:2, 6:3 eliminierte.

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