Sport
12/05/2011

Ministerium und Liga mit Klimaschutz-Initiative

Das Lebensministerium und die Bundesliga haben am Mittwoch in Wien den Start der Initiative "Nachhaltig am Ball" präsentiert.

"Klimaschutz ist ein Mannschaftssport, alleine geht hier gar nichts. Darum gibt es ab heute einen Schulterschluss zwischen der Bundesliga und dem Lebensministerium. Ziel ist, die Bundesliga-Spiele so nachhaltig wie möglich zu gestalten", so Umweltminister Berlakovich.

Er kündigte zugleich an, dass die Initiative künftig auch auf andere Sportarten ausgedehnt wird. Das Ministerium bringt eine Million Euro an Fördergeldern für Fußballvereine und Sportstätten in die Aktion ein. Bundesliga-Vorstand Georg Pangl sicherte seine volle Unterstützung zu: "Wir als Bundesliga nehmen den Ball gerne auf und werden die gesellschaftliche Verantwortung des Fußballs in Zukunft noch stärker dokumentieren."

Bereits im Vorjahr wurde vom Lebensministerium und der Bundesliga begonnen, eine Bestandsaufnahme bei ausgewählten Clubs zu machen. Neben Rekord-Cupsieger Austria Wien, der dabei als "Testpilot" diente, wurden diese "Nachhaltigkeits-Checks", die auch soziale Aspekte berücksichtigen, auch noch bei Vizemeister Red Bull Salzburg und der Vienna durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass bei allen drei Clubs sowohl im ökologischen als auch sozialen Bereich bereits einige Aktivitäten gesetzt werden und die größten Handlungsfelder im Bereich der Optimierung der Energieversorgung der Stadien und bei der umweltfreundlichen Anreise der Fans liegen.

Sowohl die Wiener Austria als auch Salzburg konnten dabei ihre CO2-Bilanz entscheidend verbessern, da die Match-Tickets ganz oder teilweise auch als "Öffi-Fahrtkarten" gelten. Bei der Vienna geht seit dieser Saison die Kampfmannschaft mit positivem Beispiel voran und reist zu den Auswärtsspielen nach Vorarlberg mit der Bahn und nicht per Flugzeug an.

"Würden etwa 10 Prozent mehr Zuseher als bisher auf die Anreise mit dem Auto zum Stadion verzichten, könnten 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Das sind umgerechnet 1.250 Flüge von Wien nach New York", rechnete Berlakovich vor. Er möchte nun in einem ersten Schritt die Umweltbilanz der Bundesligavereine weiter verbessern und stellt deshalb im Rahmen einer Schwerpunktaktion der Umweltförderung eine Million Euro für Beratung und Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen wie beispielsweise Umstieg auf erneuerbare Energieträger oder Effizienzmaßnahmen zur Verfügung.

"Davon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern in der Regel auch die Vereinskasse durch eingesparte Energiekosten", betonte Berlakovich. Die Bundesliga bietet dabei gerne Unterstützung an und will gemeinsam mit den Vereinen neben erfolgreichen Sozialaktionen wie "Welle gegen Gewalt" oder dem Audioservice für sehbehinderte Besucher "Bundesliga on Ear" auch verstärkt mit Umweltvorzeigeprojekten punkten.

"Das St. Pöltner Stadion, das nächsten Sommer fertiggestellt wird, ist ein Vorzeigeprojekt punkto Nachhaltigkeit - mit Holz als wichtigstem Baustoff und einer Photovoltaikanlage im Rahmen der Stadiondach-Konstruktion. Gleiches gilt für das Trainingsgelände vom SK Sturm Graz. Wir hoffen, dass bald weitere positive Beispiele folgen", sagte Pangl. "In Zukunft heißt es also: Mehr Tore - weniger CO2. Zeigen wir der Gleichgültigkeit die rote Karte", meinte Berlakovich abschließend.

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