Mayr strebt bei Linz-Marathon 10-km-ÖLV-Rekord an

Mayr will eine starke 10-km-Zeit laufen
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Mit einem österreichischen Rekord über 10 Kilometer will Andrea Mayr ihren Countdown für die finale Olympia-Vorbereitung einleiten.


Die 32-jährige Oberösterreicherin greift am Sonntag im Rahmen des "Linz Donau Marathons" ihre Bestleistung von 33:12 Minuten auf der Straße an. Star des Halbmarathons ist der Schweizer Viktor Röthlin, der die Linz-Bestleistung von 1:02:36 Stunden knacken will.

Über die klassischen 42,195 Kilometer gehen die Österreicher Christian Pflügl und Markus Hohenwarter auf das ÖLV-Olympialimit von 2:14 los. Für alle Bewerbe gibt es insgesamt 14.500 Anmeldungen aus mehr als 80 Nationen, darunter 1.200 für den Marathon.

Die gebürtige Linzerin Mayr hat beim Wintertraining in Spanien perfekte Bedingungen vorgefunden. Dass sie in Form ist, zeigt die gleich zweifache Verbesserung des ÖLV-Halbmarathon-Rekordes auf 1:12:03 und zuletzt am 1. April in Berlin auf 1:11:49. In Linz wird sie von einem Tempomacher aus ihrer Trainingsgruppe und zwei Läuferinnen begleitet. "Es muss am Sonntag alles stimmen, damit ich meinen Rekord angreifen kann, das Wetter und die Tagesform", sagte Mayr am Montag auf einer Pressekonferenz in Linz.

Am vergangenen Sonntag hat sie den Wien-Marathon live in der Bundeshauptstadt verfolgt, die britische Laufikone Paula Radcliffe war im Halbmarathon in 1:12:03 unter der Bestzeit Mayrs geblieben. "Ja, das war witzig, aber man muss auch sagen, dass das nicht die Form von Paula war. Da sieht man wieder, dass an einem Tag einfach alles passen muss", meinte Mayr, die von Mitte Juni bis Mitte Juli noch ein Höhentrainingslager in St. Moritz absolvieren wird. Aus der Linzer Marathon-Strecke wurde für ihren Rekordversuch eigens ein 10-km-Kurs herausgemessen.

Während die ÖLV-Marathon-Rekordlerin ihr Olympia-Ticket längst in der Tasche hat, wollen Pflügl und Hohenwarter am Sonntag gemeinsame Sache machen und noch auf den London-Zug aufspringen. Günther Weidlinger hat das Limit ja bereits erbracht. "Die Zerrung im Oberschenkel spüre ich noch ein bisschen. Und die Nerven flattern. Markus und ich werden uns gut abreden und zusammenarbeiten", meinte Pflügl, dessen persönliche Bestleistung seit Oktober 2011 in Frankfurt bei 2:15:58 steht. Als Pacemaker wurden ein Ukrainer und ein Kenianer verpflichtet.

Topleute sind bei den Männern die Kenianer Julius Karinga (Bestzeit 2:08:01) und David Kisang (2:08:54), der Organisator hat sich eine Zeit von 2:08 zum Ziel gesetzt. Die sonntägige Wien-Siegerzeit von 2:06:58 wird zwar als Vorgabe gesehen, aber auch als nicht realistisch erachtet. Bei den Frauen ist die Äthiopierin Abeba Gebremeskel (2:35:25) die Athletin mit der besten Zeit im Feld. Zugpferd aus internationaler Sicht ist der Schweizer Röthlin, für den amtierenden Marathon-Europameister sind die 21,1 Kilometer in Linz ein Olympiatest.

(KURIER) Erstellt am
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